Noch bis Ende Juli ist die Verbindung zwischen St-Pius-Straße und Eifelstraße im Stadtteil Bachem für den Verkehr voll gesperrt. Hier wird derzeit unter Hochdruck die Anbindung der neuen Bachemer Brücke an die angrenzenden Straßen hergestellt. Dies ist zugleich verbunden mit einer Umgestaltung des Kreuzungsbereiches, um die Verkehrsführung künftig zu verbessern und sicherer zu machen.
Die Baumaßnahmen ist aber zugleich der Auftakt für umfassende Wiederaufbauarbeiten am gesamten Straßennetz der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sobald die Arbeiten in Bachem abgeschlossen sind, werden Kanalbaumaßnahmen in Begleitung des Neubaus der Feuerwehr Ahrweiler dazu führen, dass die Ramersbacher Straße ab Ende Juli / Anfang August für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden muss. Die Arbeiten dort werden rund ein Jahr dauern und sind wiederum Voraussetzung dafür, dass an anderer Stelle im Straßennetz mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann.
Nach aktuellem Stand werden im Jahr 2027 jeweils abschnittsweise Wiederaufbaumaßnahmen in der Schützenstraße, der Sebastianstraße, der Ringener Straße und der St-Pius-Straße beginnen. Gemeinsam haben diese Maßnahmen, dass es sich dabei um wichtige Vorab-Maßnahmen handelt, um im weiteren Verlauf den Wiederaufbau am Straßennetz ohne längere Vollsperrungen auf Hauptverkehrsachsen vornehmen zu können. Hierdurch wird es ermöglicht, Verkehrsführungen längerfristig aufrecht erhalten zu können und Baumaßnahmen auch parallel durchzuführen. Dies alles dient dem Ziel, den Wiederaufbau des Straßennetzes weit überwiegend Anfang der 2030er Jahre abschließen zu können.
„Die Koordination der Baustellen im Straßen- und Kanalbau ist hochkomplex und gleicht einer Operation am offenen Herzen“, resümiert Peter Diewald, Erster Beigeordneter der Stadt. „Wir wollen sicherstellen, dass der Verkehr in der Stadt nicht zusammenbricht und zugleich der Wiederaufbau nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag andauert. Das wird für alle Beteiligten Anstrengung bedeuten und für die Menschen in der Stadt auch damit verbunden sein, andere Strecken zu nutzen als bisher.“
Zur Koordination dieser Herkulesaufgabe hat sich die Stadt die Unterstützung eines auf Verkehrsplanung spezialisierten Ingenieurbüros gesichert. Mithilfe eines Verkehrsmodells und intensiver Abstimmung mit den verschiedenen Projektverantwortlichen der zahlreichen Einzelmaßnahmen ist so ein Zeitplan für den Wiederaufbau der Straßen insgesamt entwickelt worden. Auch wenn derartige Zeitpläne bekanntlich immer nur eine Momentaufnahme darstellen und regelmäßig aktualisiert und fortgeschrieben werden müssen, ist die Grundlage geschaffen. Im Herbst dieses Jahres wird die Stadt die aktuelle Zeitplanung detaillierter vorstellen und bittet schon jetzt um Verständnis und Geduld in Erwartung der anstehenden Baumaßnahmen.

