Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler setzt zusammen mit der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) aktuell weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Stadtgebiet um. Im Bereich des Rosengartens in Bad Neuenahr laufen Bauarbeiten zur Errichtung eines provisorischen Schutzsystems gegen Hochwasser bis zu einer Stärke von HQ20. Ein HQ20-Ereignis beschreibt ein Hochwasser, das statistisch im Durchschnitt alle 20 Jahre auftreten kann.
Im Rosengarten werden derzeit stapelbare Betonblöcke eingesetzt, um gefährdete Bereiche kurzfristig zu sichern und die Ausbreitung von Hochwasser gezielt zu lenken. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich jedoch nicht um eine dauerhafte Lösung, sondern um eine kurzfristige Stärkung des städtischen Hochwasserschutzes.
Die provisorischen Sicherungen dienen der Überbrückung bis zur Umsetzung der umfassenden und langfristigen Maßnahmen zur Gewässer- und Freiraumwiederherstellung, wie sie der Stadtrat in der Vorplanung im Januar beschlossen hat. Hierzu erarbeitete die AuEG im Auftrag der Stadt ein umfassendes Schutzkonzept für ein sogenanntes HQ100-Ereignis – also ein Hochwasser, das statistisch einmal in 100 Jahren auftritt und mit mehr mal 520 Kubikmeter Wasser pro Sekunde bemessen wird. Ziel ist es, ein solches Ereignis mithilfe baulicher Maßnahmen sowie durch die Einbeziehung gewässernaher Frei- und Parkanlagen als Retentionsräume schadlos durch das Stadtgebiet zu leiten.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist umfassend wie komplex und wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Daher sind kurzfristige und flexible Lösungen wie im Rosengarten notwendig, um bereits jetzt den Schutz vor Ereignissen mit geringerer Wassermenge aber höherer Eintrittswahrscheinlichkeit erheblich zu verbessern.
Der provisorische Schutz vor HQ20-Ereignissen soll daher sukzessive im gesamten Stadtgebiet dort umgesetzt werden, wo es erforderlich ist. Vergleichbare Maßnahmen wurden bereits in der Ahrallee realisiert, wo zwölf Betonblöcke gesetzt wurden, oder werden – wie aktuell im Rosengarten – noch umgesetzt.

