Mit dem planmäßigen Einhub der drei Stahlüberbauteile der Landgrafenbrücke Ende April 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Verkehrsfreigabe einer der wichtigsten Nord-Süd Verbindungen in Bad Neuenahr erreicht. Im Anschluss wurden diese drei Brückenteile miteinander verschweißt.
Die Schweißverbindungen wurden im Vorgriff der weiteren Arbeiten einer routinemäßigen Qualitätsprüfung unterzogen. Dabei wurden an einzelnen Schweißnähten Mängel festgestellt, woraufhin die Prüfung durch die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) vorsorglich auf sämtliche Schweißnähte ausgeweitet wurde. Es stellte sich heraus, dass die Schweißnähte am Überbau der Brücke gänzlich mangelhaft ausgeführt wurden.
Zur Bewertung der Mängel sowie zur Prüfung des von der ausführenden Stahlbaufirma vorgelegten Instandsetzungskonzeptes wurden durch die AuEG zusätzlich Fachgutachter hinzugezogen. Mit Abschluss der Untersuchungen im August wurden der Umfang der Nacharbeiten sowie der notwendige Zeitbedarf ermittelt. Die Mängelbeseitigung ist bereits in Ausführung und wird voraussichtlich bis Mitte September 2026 andauern. Diese wird konstant einer Qualitätskontrolle unterzogen, sodass der Bevölkerung durch die AuEG ein dauerhaft mängelfreies und sicheres Brückenbauwerk übergeben werden kann. Infolgedessen ergibt sich derzeit ein Bauzeitenverzug von etwa zehn Wochen.
Nach aktuellem Stand wird daher mit einer Verkehrsfreigabe der Landgrafenbrücke im Frühjahr 2027 gerechnet. Da die an die Mängelbeseitigung anschließenden Arbeiten voraussichtlich teils in die Wintermonate fallen, sind weitere witterungsbedingte Vezögerungen möglich. Gleichzeitig werden Maßnahmen ergriffen, um den Baufortschritt möglichst auch in den Wintermonaten zu gewährleisten und zusätzliche Verzögerungen zu vermeiden.
Deswegen wird der Rückbau der Behelfsbrücke entsprechend des späteren Zeitpunktes der Verkehrsfreigabe der neuen Landgrafenbrücke neu terminiert. Die zusätzliche Zeit wird genutzt, um notwendige Tiefbauarbeiten im unmittelbaren Bereich vor der neuen Landgrafenbrücke vorzuziehen. So können spätere Verkehrseinschränkungen im Zusammenhang mit Leitungsverlegungen vermieden werden. Die Behelfsbrücke kann bis zur Verkehrsfreigabe der neuen Landgrafenbrücke wie gewohnt genutzt werden.
Die Stadtverwaltung und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis, ihre Geduld und ihre Unterstützung für die weiterhin erforderlichen Einschränkungen im Zuge der Wiederaufbaumaßnahmen.

