Das Viertel rund um die Grundschule Bad Neuenahr, genauer der Bereich zwischen Telegrafenstraße im Osten und Antoniusstraße im Westen sowie Hauptstraße im Norden und Georg-Kreuzberg-Straße im Süden, wird auch als „Generationenquartier“ bezeichnet. Um die allgemeine Sicherheit, insbesondere von Schul- und Kindergartenkindern in diesem Bereich zu erhöhen, hat die Stadt Pläne zur Neuordnung der dortigen Verkehrsführung ausgearbeitet. Deren Planung und Berücksichtigung, auch im Rahmen des weiteren Wiederaufbaus, hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 2. Februar beschlossen.
Um die Verkehrsverhältnisse auch vor dem Hintergrund des anstehenden Grundschulneubaus in diesem Bereich neu zu ordnen, werden Maßnahmen und Regelungen entwickelt, die das Mobilitätsverhalten aller Nutzergruppen positiv beeinflussen können. Ein wichtiges Ziel dabei ist es, die Sicherheit und Selbstständigkeit der Kinder zu fördern, die im Generationenquartier unterwegs sind. Zudem sollen sogenannte „Elterntaxis“ reduziert und nachhaltige Mobilitätsformen etabliert werden.
Um möglichst viele Perspektiven zu berücksichtigen, wurde eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gegründet, an der Vertreterinnen und Vertreter von Schulleitung, Kitas, Mehrgenerationenhaus, Eltern, Polizei, Verkehrswacht sowie ADFC beteiligt sind. Auch der Ortsvorsteher sowie die Verwaltung und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) sind Teil der Beratungen.
Als Grundlage für die Beratungen wurden zunächst anhand bestehender Unfallstatistiken und Verkehrszählungen sowie Umfragen in den sozialen Einrichtungen des Viertels Daten gesammelt. In einem gemeinsamen Workshop wurden danach konkrete Vorschläge für die zukünftige Planung und Organisation des Verkehrs zur Verbesserung der Mobilität, Sicherheit, Lebensqualität und Umweltverträglichkeit im Generationenquartier erarbeitet.
Im Ergebnis wurde die Einrichtung einer Fahrradstraße in der Hemmesser Straße sowie verschiedener Einbahnstraßenregelungen im Viertel avisiert, um eine Neuordnung des gesamten Verkehrs sowie eine bessere Übersichtlichkeit zu erzielen und somit Gefahrenzonen zu reduzieren. Einbahnstraßen sind zunächst in der Hemmesser Straße von der Hauptstraße/Sebastianstraße bis zur Weststraße sowie in der Weststraße von der Hemmesser Straße bis zur Wolfgang-Müller-Straße in östlicher Richtung vorgesehen. Deren Auswirkung sollen nach einem halben Jahr überprüft werden. Zudem sollen Hol- und Bringzonen, auf der südlichen Ahrseite (Hardtstraße/Am Dahliengarten/Oberstraße) nach Fertigstellung der neuen Maria-Hilf-Brücke sowie in der Weststraße (vor der Turnhalle) insbesondere morgens und mittags die Verkehrssituation an der Schule sowie den beiden Kitas entschärfen. Weitere mögliche Maßnahmen, zum Beispiel die Einrichtung einer „Schulstraße“ im südlichen Abschnitt der Hemmesser Straße, sollen grundsätzlich geprüft werden.
Die Schulwegplanung für das Generationenquartier in Bad Neuenahr bildet den Auftakt für die Erstellung entsprechender Pläne für die beiden anderen städtischen Grundschulen in Ahrweiler und Heimersheim.

