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Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Freundeskreis Landesgartenschau gegründet

Am Dienstag den 12. Februar haben sich eine Vielzahl an Menschen mit ein und demselben Ziel getroffen – die Gründung eines Freundeskreises. Genauer gesagt der Freundeskreis der Landesagartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler. 

„Der Freundeskreis Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 ist eine identitätsstiftende Bürgerbewegung, deren Mitglieder sich für die Förderung und Unterstützung der Freiraumgestaltung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Rahmen der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 und darüber hinaus engagieren“, so definiert die Satzung den Freundeskreis. 

Peter Krämer, der bei der Gründungsversammlung gewählte erste Vorsitzende fand folgende Worte für seine neue Aufgabe: „Unser Ziel ist es, die Landesgartenschau mit Leben zu füllen und den Besuchern einen unvergesslichen Eindruck von unserer schönen Heimat zu bieten!“ 

Peter Krämer zur Seite stehen Regina Eckert als stellvertretende Vorsitzende, Ruth Kantorek als Geschäftsführerin und Richard Lindner als Kassierer. Als Beisitzer fungieren Aniko Schweigert, Jessica Bälz, Birgit Laux, Frank Jeub, Heinz Kurth und Gerd Friedrichs und runden somit das Vorstandsteam ab.

Bereits am Gründungsabend konnte der Freundeskreis 32 Mitglieder gewinnen. Eine hervorragende Bilanz für diesen so jungen Verein. Viele zukunftweisende und inspirierende Aufgaben warten auf den Freundeskreis. Ein fantastisches Projekt für Jung und Alt. 

„Ich möchte mich hier im Freundeskreis Landesgartenschau engagieren, weil ich der festen Überzeugung bin, dass diese Landesgartenschau für unsere Stadt die richtigen Impulse für eine gute Zukunft setzt und auch weit über 2022 hinaus auf unsere Stadt positiv wirken wird. Außerdem bin ich davon überzeugt das dieser Freundeskreis auch ein wichtiges Bindeglied zwischen Bevölkerung und Landesgartenschau Gesellschaft wird. Wir wollen die Bevölkerung mit Ihren Ideen mitnehmen, auch wenn es bis 2022 noch den ein oder anderen Konfliktpunkt geben wird. Aber ich mich sicher, daß dieses Großereignis eine Chance für unsere Stadt ist, um diese für die weitere Zukunft besser zu gestalten“, so Regina Eckert. 

Interessierte Menschen sind natürlich immer herzlich willkommen aktiv mitzuarbeiten und ihre Ideen mit in die Vereinsarbeit einfließen zu lassen.

 

 

Informationen zu der Neugestaltung der Ahr-Promenaden

Die Diskussion um die Neugestaltung der Ahr-Promenaden im Bereich der Georg-Kreuzberg-Straße und der Lindenstraße im Ortsteil Bad Neuenahr erhitzt derzeit die Gemüter. Diese Diskussion ist wichtig und aus Sicht der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH auch notwendig. Eine Landesgartenschau hat die Aufgabe, langfristige Impulse für die Entwicklung der ausrichtenden Kommune zu setzen. Sie kann nur dann zum Erfolg werden, wenn die im Zuge der Veranstaltung umzusetzenden Maßnahmen auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung treffen und von dieser getragen werden.

In der Diskussion der vergangenen zwei Wochen ist deutlich geworden, dass die Vorschläge der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH zur Neugestaltung der Ahr-Promenade im Bereich der Georg-Kreuzberg-Straße und der Lindenstraße bei zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern zu Irritationen und Unverständnis geführt haben. Insbesondere ist offenbar der Eindruck entstanden, als sei eine Entscheidung bereits gefallen und die Fällung von Bäumen stünde unmittelbar bevor. Zur Klarstellung: wir befinden uns bei den Planungen immer noch in der Entwurfsphase. Erst im Anschluss folgt die Genehmigungs- und Ausführungsplanung. Es gibt also immer noch Zeit und Spielraum für Abwägungsprozesse.

Die Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH möchte daher die häufigsten und/oder wichtigsten Fragen der öffentlichen Diskussion der vergangenen zwei Wochen aufgreifen und zur Aufklärung beitragen:

Ist eine Entscheidung über die Umgestaltung der Ahr-Promenade im Bereich der Georg-Kreuzberg-Straße und der Lindenstraße bereits gefallen?

Nein. Die Geschäftsführung der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH hat in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 14. Januar 2019 einen Vorschlag für eine künftige Gestaltung unterbreitet. Dies geschah in dem Bewusstsein, dass die Umsetzung dieses Vorschlages einen erheblichen Eingriff in den Bestand bedeuten würde. Auf diese Weise wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass die politischen Gremien, die über eine Umsetzung zu entscheiden haben, ausreichend Raum bekommen, das Für und Wider des Vorschlages abzuwägen. In welcher Form eine Umgestaltung im Bereich der Ahr-Promenade erfolgen wird, entscheidet der Stadtrat, nach entsprechender Vorberatung im Fachausschuss.

Aus welchen Gründen hat die Geschäftsführung der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH die Fällung von 198 Bäumen in diesem Bereich vorgeschlagen?

Die Baumfällungen wären ein Teil einer Gesamtplanung, die neben einer Aufweitung des Fußgängerbereiches entlang der Promenade, mit der auch genügend Platz zum Aufstellen von Kinderwagen, Rollstühlen und Rollatoren geschaffen würde, die Neupflanzung von 141 Bäumen beinhaltet. Hierbei ist wichtig zu betonen, dass dieser Vorschlag die maximalen Auswirkungen einer Neuanlage in den Vordergrund stellt.

Getragen ist der Vorschlag von dem Umstand, dass beiden Allee-Abschnitten gemein ist, dass sie einen hohen Anteil Bäume haben, die in ihrem Wuchs stark beeinträchtigt sind. In der Lindenstraße stehen zahlreiche Schwarznuss-Bäume, die standort- und altersbedingt Totholz ausbilden und entsprechend zur Verkehrssicherung regelmäßig zurückgeschnitten werden müssen. Durch verschiedene Faktoren (Umwelteinflüsse, eingeschränkter Wurzelraum, Hundeurin etc.) haben die Bäume dort eine begrenzte Lebenserwartung und können dort nicht so alt werden, wie an einem anderen Standort mit besseren Bedingungen. 

In der Georg-Kreuzberg-Straße trifft dies in weitem Maße auch auf die dort vorhandenen, grundsätzlich weitgehend gesunden Linden zu. Außerdem wurde hier in den vergangenen Jahrzehnten der Baumbestand durch Nachpflanzung verschiedenster Baumarten verdichtet, ohne dabei auf Pflanzabstände, Wuchshöhen und gegenseitige Verschattung Rücksicht zu nehmen. Dadurch wurde der ursprüngliche Allee-Charakter massiv beeinträchtigt. 

Im Rahmen der Gartenschau ergäbe sich hier, zusammen mit allen weiteren Umbauarbeiten, die Möglichkeit einer durchgehend neu angelegten Promenade und entspräche damit den Zielsetzungen aus der ursprünglichen Bewerbung und dem Wettbewerb zur Landesgartenschau. Die umfassende Begründung des Vorschlages, die auch im Haupt- und Finanzausschuss vorgetragen wurde, ist weiter unten auf dieser Seite einsehbar.

Welche Bäume sollen neu gepflanzt werden und wie groß oder wie hoch werden die neuen Bäume sein?

Für alle Baumpflanzungen im Zuge der Landesgartenschau 2022 gilt, dass Bäume gepflanzt werden sollten, die

a. Von ihrem Habitus (also in ihrer Gestalt) an die räumliche Situation angepasst sind. 

b. Den künftigen, sich ändernden Klimaverhältnissen gerecht werden

c. Dem Standort angepasst sind (Boden, Innenstadtklima, Gewässernähe etc.)

d. Der heimischen Fauna Wohnraum und Nahrung bieten

Welche Baumarten bzw. Sorten dies genau sein können, wird anhand der o.g. Kriterien in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten, dem Grünflächenamt, der unteren Naturschutzbehörde, den örtlichen Baumschulen, den Baumsachverständigen und den (Naturschutz-) Verbänden im Laufe des Jahres 2019 festgelegt. Dabei sollen nach Möglichkeit Erkenntnisse über neue Baumarten- und Sorten in unseren Breitengraden berücksichtigt werden, die aus der Klimadiskussion herrühren.

Im Bereich der Ahr-Promenade sieht der Vorschlag vor, Bäume mit einem Mindeststammumfang (STU) von 25 – 30 cm nachzupflanzen. Solche Bäume hätten eine Höhe von ca. 5 m und eine Breite von 3 m. Sie wären damit bereits ca. 16 bis 20 Jahre alt.

Es wären auch größere Exemplare denkbar, allerdings würden dann evtl. die Pflanzballen zu breit für die vorhandenen Pflanzstreifen. Außerdem wäre das auch eine Frage der Verfügbarkeit und des Budgets. All das wird aber noch im Zuge der Ausführungsplanung geprüft werden.

Werden die Bäume in der Lindenstraße und in der Georg-Kreuzberg-Straße gefällt?

Wie bereits ausgeführt, ist bislang über die Fällung von Bäumen in diesem Bereich nicht entschieden. 

Liegen bereits Ergebnisse einer artenschutzrechtlichen Untersuchung vor und sind Baumfällungen danach überhaupt zulässig?

Derzeit liegen uns für Teile des künftigen Gartenschaugeländes Ergebnisse einer artenschutzrechtlichen Untersuchung vor. Allerdings ist eine weitere, umfassendere Untersuchung beauftragt und in Teilen auch schon in Arbeit; sie wird aber noch die gesamte Vegetationsperiode 2019 in Anspruch nehmen. 

Gemeinsam mit der Zustandsbeschreibung der Bäume und Gehölze im Planungsgebiet sollen daraus im Laufe des Jahres die weiteren Planungen und Maßnahmen entwickelt und in allen Gremien abgestimmt und die notwendigen Genehmigungen, soweit erforderlich, eingeholt werden. 

Frühestens ab Oktober 2019 könnte dann mit der Umsetzung in Teilbereichen begonnen werden. Die Arbeiten würden sich aber mindestens über die kommenden zwei Jahre erstrecken.

Werden bei der Entwurfsplanung auch klima-wirksame Faktoren berücksichtig?     (Stichworte: Schatten und Auswirkung auf den Feinstaubgehalt der Luft)

Natürlich werden auch klima-wirksame Faktoren bei der Planung berücksichtigt. Die Wege sollen auch künftig beschattet sein und es wird Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern geben. Es gibt aber eben noch mehr Faktoren zu berücksichtigen. Z.B. das Alter, der Pflege- und Gesundheitszustand, die Verkehrssicherheit von Bäumen usw. 

Das städtische Baumkataster erfassten bereits heute annähernd 10.000 Bäume. Bad Neuenahr-Ahrweiler ist heute eine grüne Stadt und wird dies auch in Zukunft sein.

Neugestaltung und Aufwertung der ahrbegleitenden Alleen

In seiner Sitzung vom 15. Oktober 2018 (vgl. Beschlussvorlage Nr.2018/0160) stimmte der Stadtrat den Grundlinien der Vorplanung zu und bat die Planer, die Gesellschaft und die Verwaltung, die Planung unter Berücksichtigung einer abzuschätzenden Kostensteigerung im geplanten Kostenrahmen fortzusetzen.

Aufgrund eingetretener Verzögerungen im Bereich der Grundlagenermittlung konnte die Entwurfsplanung jedoch nicht -wie geplant- zum Jahresende 2018 abgeschlossen werden. Nach den erforderlichen verwaltungsinternen Abstimmungen unter Einbeziehung des planenden Büros bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh ist nunmehr eine Befassung von Stadtrat und Aufsichtsrat mit der Entwurfsplanung im März 2019 vorgesehen.

Gleichwohl werden die städtischen Gremien vorab um Beratung der aktuellen Planungen hinsichtlich der Neugestaltung und Aufwertung der ahrbegleitenden Allen im Bereich der Georg-Kreuzberg-Straße und der Lindenstraße gebeten.

Im Vergleich zu der im Stadtrat vom 15. Oktober 2018 vorgelegten Vorplanung haben sich bei der Erarbeitung der Entwurfsplanung relevante Änderungen ergeben.

Planung nach der Vorplanung

Herzstück der Planung ist der – soweit möglich – niveaugleiche Ausbau der gesamten innerstädtischen Promenade zwischen Hemmesser Straße und Landgrafenbrücke. Die Anlage einer durchgängig gestalteten urbanen Promenade als verbindendes Element für die verschiedenen Parkteile war im Rahmen des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs der wesentliche Grund, das Büro bbz zum Sieger zu küren und im Ergebnis mit der Planung zu beauftragen.

Der Fußweg wird auf der gesamten Länge in einer Breite von 2,00 m mit Asphalt-Deckschicht ausgebaut und auf der Ahr-abgewandten Seite (jedenfalls zwischen Hemmesser Straße und Casino Brücke) um einen 2,50 m breiten Fußwege- und Verweilbereich mit einer wassergebundenen Wegedecke ergänzt. Getrennt durch einen Rasenstreifen, der punktuell durch Heckenpflanzungen ergänzt wird, schließt nördlich ein asphaltierter Radweg mit einer Breite von 3,50 m an.

Zum Baumbestand wurden im Rahmen der Vorplanung noch keine konkreten Aussagen getätigt, da eine entsprechende Baumzustandsbewertung zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vorlag. Die Kostenschätzung weist für die hier relevanten Maßnahmen A8 und B4 (Lindenstraße inkl. Böschung) sowie A10 und B5 (Georg-Kreuzberg-Straße inkl. Böschung) im Bereich Baumrodungen, Baumneupflanzungen und Baumpflegeschnitt einen Kostenansatz von insgesamt 59.045,50 Euro aus. Hierbei wird davon ausgegangen, dass insgesamt 11 Bäume entfernt, 23 Bäume intensiv gepflegt und 59 Bäume neu gepflanzt werden. In der Kalkulation wird dabei davon ausgegangen, dass 15 % der vorhandenen Bäume intensiv gepflegt werden müssen.

Entwicklung der Planung während der Bearbeitung der Entwurfsplanung

Nach Abschluss der Vorplanung hat sich zunächst ergeben, dass in Kooperation mit den Versorgungsträgern die Straßenbaumaßnahme Georg-Kreuzberg-Straße in Angriff genommen werden kann. Der am 17. Dezember 2018 durch den Stadtrat beschlossene Haushaltsplan schafft hierfür die finanzielle Grundlage. Dies hat auf die seitens der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH zu verantwortende Planung der Ahr-Promenade insofern Auswirkungen, als dass sich hierdurch die Möglichkeit einer Neuordnung der Parkmöglichkeiten im Straßenraum ergibt. Hiervon ist abhängig, welche räumlichen Möglichkeiten für die künftige Promenade zur Verfügung stehen; konkret, wie weit die Promenade sich Richtung Ahr bewegen muss.

Konkrete Aussagen hierzu sind erst nach Vorlage erster Planungen durch das für die Straßenbauplanung beauftragte Ingenieurbüro Becker möglich. Hiermit ist nach aktuellem Sachstand Ende Januar zu rechnen. Die aktuelle Planung der Promenade geht aber davon aus, dass Stellplatzflächen auf der Südseite der Georg-Kreuzberg-Allee erhalten bleiben.

Zudem ist bei der Konkretisierung der Planungen und dem Abgleich der Bestandsvermessung im Bereich der Lindenstraße offenkundig geworden, dass eine Verbreiterung des Radweges auf 3,50 m die Errichtung von Stützmauern über nahezu die gesamte Länge der Lindenstraße erforderlich macht.

Dies ist aus finanziellen wie aus gestalterischen Gründen abzulehnen.

Ohne derartige Stützmauern ist eine Verbreiterung jedoch lediglich um ca. 30 cm auf 2,80 m möglich. Vor diesem Hintergrund wird vorgeschlagen, den Radweg im Bereich der Lindenstraße im Bestand zu belassen.

Im Zuge der Bearbeitung der Entwurfsplanung, an deren Ende auch konkrete Aussagen darüber zu treffen sind, welcher Baum erhalten, welcher Baum ersetzt und welcher Baum intensiv zu pflegen ist, wurde auch deutlich, dass die im Rahmen der Vorplanung getroffenen Annahmen hinsichtlich des Baumbestandes weder in Hinblick auf gärtnerische noch im Hinblick auf gestalterische Gesichtspunkte zu halten sind.

Zur Erläuterung soll an dieser Stelle kurz auf den aktuellen Zustand der Alleen eingegangen werden:

Im Bereich der Georg-Kreuzberg-Straße stellt sich der Baumbewuchs aktuell sehr heterogen dar.

Dies betrifft Art und Größe der Bäume, aber auch deren Zustand. Insgesamt zeigt sich kein einheitliches Erscheinungsbild, eine Allee im eigentlichen Sinne existiert nicht. Prägend für diesen Bereich ist einzig die Kastanienreihe zwischen der Einmündung Wolfgang-Müller-Straße und dem Hotel Aurora.

Das Erscheinungsbild der Lindenstraße wird im Wesentlichen geprägt von der bestehenden Schwarznuss-Allee. Diese gibt dem Bereich durch die alten, großkronigen Bäume unbestritten eine gewisse Wertigkeit.

Hier ist jedoch festzustellen, dass der Zustand dieser Bäume weitgehend besorgniserregend ist. Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht werden hier seit Jahren intensive Rückschnitte vorgenommen. Diese sind jedoch nicht geeignet, den Zustand der Bäume nachhaltig zu verbessern. Ein Totalverlust der Bäume wird hierdurch lediglich in die Zukunft verschoben. Damit stellt sich im Ergebnis lediglich die Frage, ob ein vollständiger Ersatz dieser Allee zeitlich gestreckt oder im Zuge einer Gesamtmaßnahme erfolgen soll.

Danach ist zu konstatieren, dass die im Zuge der Vorplanungen getroffenen Annahmen zur Zahl der abgängigen Bäume und – für den Fall des Erhalts – der erforderlichen Intensiv-Pflegeschnitte aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse nicht zu halten sind.

Auch ist die Überzeugung gewachsen, dass ein einheitliches Erscheinungsbild der innerstädtischen Ahr-Promenade – und gerade das ist das Ziel dieser Umgestaltungsmaßnahme – durch einen punktuellen Ersatz der Baumpflanzungen nicht zu erreichen ist.

Hinzu kommt, dass im Bereich der Linden- und Georg-Kreuzberg-Straße aus historischen Gründen eine besondere Situation besteht: bis in das Jahr 2012 verlief zwischen dem Straßenraum und der Promenade mit Ahrböschung eine Eigentumsgrenze. Die öffentlichen Straßen waren im Eigentum der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Promenade und Böschung waren hingegen im Eigentum der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr. Daraus resultiert, dass eine Gesamtplanung und damit ein stimmiges Erscheinungsbild nie erreicht wurde. Ein anschauliches Beispiel sind die insbesondere in der Georg-Kreuzberg-Straße anzutreffenden Stellen, an denen vier (meist unterschiedliche) Allee- und/oder Straßenbäume in einer Linie stehen.

Mit der Übernahme der Gesamtflächen durch die Stadt ergibt sich nunmehr die Möglichkeit, diese Situation auch unter stadtplanerischen Gesichtspunkten zusammenhängend zu betrachten und gestalterisch stimmige Lösungen zu finden. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass die Alleen in Bereich der Promenade mit einem erheblichen Pflegerückstand ins Eigentum der Stadt gelangt sind. Zwar wurde zeitnah und intensiv der Versuch unternommen, Verbesserungen zu erreichen. Nach nunmehr sechs Jahren ist jedoch festzustellen, dass der Pflegerückstand in weiten Teilen nicht mehr aufzuholen ist.

Die Neugestaltung und Aufwertung der ahrbegleitenden Alleen sollen deshalb die betroffenen Bereiche für die kommenden Jahrzehnte prägen und fit für die Zukunft machen.

Die Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH beabsichtigt, im Bereich der innerstädtischen Ahr-Promenade entlang der Georg-Kreuzberg- und Lindenstraße im Zuge der Entwurfsplanung von der Vorplanung abzuweichen.

Konkret wird die Neuanlage der kompletten Allee auf der gesamten Länge vorgeschlagen, d.h. die Fällung von insgesamt 198 Bäumen unterschiedlicher Größe sowie die Neupflanzung von (nach aktueller Planung) 141 Bäumen mit einem Stammumfang von 25/30 cm. Hierdurch kann der neu entstehenden Ahr-Promenade ein einheitliches Gesicht gegeben werden. Zudem bietet sich auf diesem Wege die Möglichkeit die Pflanzabstände und damit die langfristigen Wuchsbedingungen zu optimieren.

Festzustellen ist ferner, dass die Parkanlagen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler über zahlreiche Alleen verfügen, die überwiegend in die Jahre gekommen sind. Bei einigen ist derzeit kein akuter Handlungsbedarf abzusehen, bei anderen wird sich mittel- oder langfristig die Frage des Ersatzes stellen.

Zudem schweben verschiedenen Bedrohungen für die Baumart „Kastanie“ wie ein Damoklesschwert über der Stadt. Ein dauerhafter Bestand der zahlreichen Kastanienalleen der Stadt ist damit zumindest gefährdet. So ist seit der Jahrtausendwende ein regelmäßiger Befall der weißen Rosskastanien durch die Kastanienminiermotte festzustellen. Diese bringt die Kastanie nicht ursächlich zum Absterben, schwächt sie aber auf Dauer und macht sie anfälliger gegenüber anderen umweltbedingten- oder parasitären Einflüssen. Seit einigen Jahren bewegt sich das Bakterium Pseudomonas syringae, aus den Niederlanden kommend, gegen Süden. Ein Befall tötet die Kastanie binnen weniger Monate. Zurzeit gibt es kein Gegenmittel.

In 2018 wurden an den Kastanien verschiedene Pflegemaßnahmen getestet. So wurden unter anderem Pheromonfallen aufgehängt, um die Miniermotte zu dezimieren und zusätzliche Bewässerungsgänge durchgeführt. Ob die Kastanien davon dauerhaft profitieren, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit sagen. Bekannt ist dagegen der finanzielle Aufwand, der allein für eine Allee bei ca. 80.000 – 100.000 € bis 2021 läge. Würde man alle Kastanien im Stadtgebiet versorgen wollen, müsste mit mindestens der zehnfachen Summe gerechnet werden.

Aber auch die in Bad Neuenahr-Ahrweiler häufig anzutreffende Schwarznuss ist zunehmend durch Pilze, Borkenkäfer und Bakterien befallen und äußert dies durch massives Triebsterben, was wiederum immensen Pflegeaufwand nach sich zieht und darüber hinaus das Erscheinungsbild negativ beeinflusst.

Im Ergebnis lässt sich feststellen, dass der alte, großenteils auch überalterte, (Allee-) Baumbestand in Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig extreme Pflegekosten veranschlagen wird, ohne damit sicher zu stellen, dass die Alleen und Parkanlagen damit erhalten werden könnten. Große Teile der Alleen sind bereits jetzt dauerhaft schwer geschädigt und müssten, auch aus Gründen der Verkehrssicherung, ersetzt werden. Eine teilweise Verjüngung durch Nachpflanzung ist nicht zuletzt aus ästhetischen Gründen nicht mehr vertretbar. Wenn nachfolgende Generationen noch intakte Alleen erleben sollen, muss man jetzt damit anfangen sie komplett neu aufzuschulen.

Vor diesem Hintergrund stellt die komplette Neuanlage der Allee im Bereich der innerstädtischen Ahrpromenade auf einer Gesamtlänge von über 900 Metern auch die Chance dar, diesen Prozess an einem prominenten Beispiel zu veranschaulichen. Gerade derartige Impulse soll eine Landesgartenschau setzen und Beispiele geben, wie auf künftige Herausforderungen reagiert werden kann.

Die komplette Neuanlage der Allee ist im Vergleich zur Vorplanung mit zusätzlichen Kosten in diesem Planungsgebiet verbunden. Aus der in der Anlage beigefügten Kostenermittlung des Büros bbz geht hervor, dass die Neuanlage mit ca. 300.000 Euro zu Buche schlagen wird. Vor dem Hintergrund, dass der im Zuge der Vorplanung kalkulierte Kostenansatz von ca. 60.000 Euro in Anbetracht der nunmehr vorliegenden Erkenntnisse nicht zu halten ist und der Verbleib des Fahrradweges entlang der Lindenstraße im Bestand weitere Finanzmittel frei macht, ist derzeit davon auszugehen, dass die Neuanlage der Allee im Vergleich zur Realisierung der im Rahmen der Vorplanung vorgesehenen Umgestaltung im Bereich der innerständischen Ahr-Promenade zu Kostensteigerungen von ca. 150.000 bis 200.000 Euro führen wird. Ein höherer Finanzbedarf für die Realisierung der Daueranlagen insgesamt ergibt sich daraus jedoch nicht, denn die Mehrkosten in diesem Bereich sind im Hinblick auf die definierte Baukostenobergrenze durch Einsparungen in anderen Parkteilen zu kompensieren.

In der langfristigen Betrachtung werden sich die wiederkehrenden Pflegemaßnahmen durch die nunmehr geplante Maßnahme auch deutlich reduzieren und eine in den kommenden Jahren ohnehin zumindest teilweise erforderliche Erneuerung der Allee wird entfallen.

 

 

Ahrvins Briefkasten

Seit August 2018 präsentiert Ahrvin als Maskottchen die Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022. 

28 Auftritte hat er schon mit Bravour gemeistert. Ahrvin ist von allen Menschen, Einwohner und Besucher herzlich empfangen worden. Es wurden unzählige Fotos mit ihm gemacht, Laternen gebastelt, ein Lied geschrieben und noch vieles mehr.

Ahrvins Freunde sind Jung und Alt gleichermaßen. Doch gerade die Kinder haben mehrfach eine Frage gestellt: „Ahrvin, wo ist Dein Briefkasten? Du wohnst in der Ahr und hast keinen Briefkasten an der Ahr?“ Clara 4, Julius 6 und Marie 8 haben diese Frage an die Landesagartenschau gerichtet. 

Das haben sich Ahrvin und das Team der Landesgartenschau nicht zweimal „fragen“ lassen und prompt einen Briefkasten auf der Kurgartenstraße in Ahrnähe montiert. In der vergangenen Woche hat das blaue Wasserwesen, zusammen mit den Geschäftsführern der Landesgartenschau Jörn Kampmann und Martin Schulz-Brehme sowie der Klasse 2b der Grundschule Bad Neuenahr den Briefkasten eingeweiht. Die Schüler haben Ahrvins Briefkasten mit den ersten „Kunstwerken“ und Briefen eingeweiht. 

Jeder Brief ist etwas Besonderes, doch einen hat Ahrvin beispielhaft rausgezogen: 

„Lieber Ahrvin! 

Ich bin Lejla aus der 2b. Toll, dass du auf dem Martinszug auch dabei warst. Hast Du eine Mama oder einen Papa oder eine ganze Familie? 

Wie viel Jahre alt bist Du? Ich bin 7 Jahre alt. Was macht ein Wassergeist? Ich gehe in die Schule und spiele. Lieber Ahrvin, ich will dich herzlich einladen zu unserem Theaterstück. Kommst Du? Viele Grüße von Lejla. Frohe Weihnachten.“ 

Ab sofort kann jeder über diesen Weg mit Ahrvin Kontakt aufnehmen. Er freut sich auf die Briefe und wird natürlich jeden persönlich beantworten. 

Die Landesgartenschau hat einen starken Partner gefunden

In Vorbereitung der Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler konnten Landschaftsarchitekten der gesamten Europäischen Union bis Februar 2018 für den offenen freiraumplanerischen “Realisierungswettbewerb mit Ideenteil” ihre Entwürfe anonym einreichen. 

Ziel des wettbewerblichen Verfahrens war die Umsetzung der Daueranlagen für die Landesgartenschau 2022. Gegenstand ist also die Umgestaltung der städtischen Parkanlagen, die auch über die Gartenschau hinaus bestehen bleibt und Bad Neuenahr-Ahrweiler für die nächsten Jahrzehnte prägen wird. 

Insgesamt wurden zwölf Arbeiten eingereicht. 

Aus allen eingereichten Arbeiten wählte das Preisgericht, das sich aus externen und lokalen Juroren zusammensetzte, im April vier herausragende Projekte aus. 

Die Beurteilungskriterien der Wettbewerbsarbeiten bezogen sich auf die Leitidee und die konzeptionelle Umsetzung, die Programmerfüllung und die funktionalen Anforderungen, die freiraumplanerische Qualität, die stadträumliche Integration und Verknüpfung die Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit in der Planung sowie die Ressourceneffizienz und die Nachhaltigkeit.

Mit den vier Verfassern, dieser geprüften und für die Realisierung empfohlenen Arbeiten, hat die Durchführungsgesellschaft anschließend über den Planungsauftrag verhandelt und einem Team den Zuschlag erteilt. 

Das Büro, das der Gesellschaft in den nächsten Jahren partnerschaftlich zur Seite steht ist das Landschaftsarchitektenbüro bbz aus Berlin. bbz belegte in dem Wettbewerb Platz 1. 

„Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt in einer überaus attraktiven und vielseitigen Region, die für jeden etwas bietet. Für uns als Landschaftsarchitekten ist natürlich die sehenswerte Landschaft mit ihren Weinbergen, Wäldern und natürlich die Ahr von ganz besonderem Reiz. Aber auch die Geschichte von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat sowohl kulturgeschichtlich als auch naturgeschichtlich viel zu erzählen.

Was im gewissen Sinn sich ja auch in unserem Projektansatz widerspiegelt: Ziel unseres Konzeptes ist es, die Potenziale der verschiedenen Garten- und Parkanlagen herauszuarbeiten und diese als Gartendenkmale unterschiedlichster Entstehungszeit erlebbar zu machen,“ erläutert Timo Herrmann – Geschäftsführer bbz. 

Bereits seit Juli arbeitet bbz intensiv an der Konkretisierung ihrer Ideen. Die Vorplanung konnte zwischenzeitlich abgeschlossen werden. Im Rahmen der Entwurfsplanung läuft aktuell die weitere Vertiefung und Detailierung der Planung. Diese sollen zu Beginn des kommenden Jahres abgeschlossen sein. 

Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung am 6. November 2018 stellt das Landschaftsarchitektenbüro bbz die aktuellen Planungsstände in der Aula der Grundschule Bad Neuenahr (Weststraße 27) vor. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich eingeladen. 

Für weitere Fragen steht das Team der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH gerne unter Tel. 02641 – 87187 oder per Mail an et(at)landesgartenschau-bnaw.de zur Verfügung. 

Das neue Logo der Landesgartenschau in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Geschäftsführung

Foto: Daniel Robbel
Geschäftsführer

Die Geschäftsleitung der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH setzt sich aus Herrn Martin Schulz-Brehme und Herr Jörn Kampmann zusammen. Einige Informationen zu den Personen finden sie in den folgenden Texten. 

Zur Person des Herrn Martin Schulz-Brehme:

Herr Schulz-Brehme weist 29 Jahre Projektleitungserfahrung vor. Er ist eingetragener Landschaftsarchitekt und arbeitet seit über 12 Jahren im Bereich Internationale-, Bundes- und Landesgartenschauen.

Seine bisherigen Kernaufgaben bei Gartenschauen waren die Begleitung und Überwachung der Planungs- und Bauphasen, die Leitung des Teams - Planung, Bau sowie Ausstellung,

die Vorbereitung der Ausstellung mit allen beteiligten Fachverbänden,

der verkehrlichen und sicherheitsrelevanten Koordinationsaufgaben während der Bauzeit und Durchführung, die Koordinierung der Planungen zur Ver- und Entsorgung sowie zu den temporären Bauten, die Durchführung von Bürgergesprächen und Infoveranstaltungen sowie die betriebliche Leitung in der Durchführung der Gartenschau. 

Herr Martin Schulz-Brehme besuchte Fortbildungen im Bereich “Baumpflege und Baumschnitt”, “Vertrags- und Baurecht”, “Behindertengerechtes Bauen”, “Spielplatzplanung”, “Dach und Fassadenbegrünung” und noch einige Fortbildungen mehr.

Herr Schulz-Brehme kann es kaum erwarten sich aktiv einbringen zu können und ein Teil der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 zu werden.

Zur Person des Herrn Jörn Kampmann:

Bereits seit 33 Jahren, von Geburt an, lebt Herr Jörn Kampmann in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Er ist tief verwurzelt in dieser Stadt. Durch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten und die Mitgliedschaft in verschiedenen Vereinen kann er eine intensive Vernetzung vorweisen.

Er erwarb die allgemeine Hochschulreife am Peter-Joerres-Gymnasium im Jahr 2004 und absolvierte den Vorbereitungsdienst für den gehobenen Dienst im Fachbereich Sozialversicherung. Seit Herbst 2007 ist er beim Bundesversicherungsamt tätig, wo er zunächst Versicherungsbeschwerden im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherung bearbeitete und später die Zulässigkeit von Marketingmaßnahmen beurteilte.

Berufsbegleitend nahm Herr Kampmann das Masterstudium “Europäisches Verwaltungsmanagement” auf, dass er erfolgreich 2012 abschloss.

Studienschwerpunkte bildeten hier die folgenden Inhalte: Personalmanagement, Verwaltungsorganisation, Projektmanagement und Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre.

Er besuchte weiterhin Fortbildungen zu den Themen “Ausschreibung und Liefer- und Dienstleistungen nach Umsetzung der neuen Vergaberichtlinien”, “Sponsoring in der öffentlichen Verwaltung” und “Betriebswirtschaftliche Kompetenz in der Verwaltung”.

Sein Herz schlägt für Bad Neuenahr-Ahrweiler. Herr Kampmann freut sich sehr auf die bevorstehenden Aufgaben.

Ahrvin heißt unser Maskottchen zur Landesgartenschau

Ahrvin

Die Resonanz aus der Bevölkerung war grandios. Genau 317 Maskottchenvorschläge sind bei der Gesellschaft eingegangen. In unzähligen Vorschlägen haben Einwohner ihre Kreativität und ihren Ideenreichtum bewiesen. Es sind fantastische Zeichnungen, entzückende Namen und euphorische Beschreibungstexte eingereicht worden.

Die elfköpfige Jury hat in einem zweistufigen Verfahren alle 317 eingereichten Maskottchenvorschläge gesichtet und bewertet. 

Eine nicht einfache und sehr zeitaufwendige Aufgabe, die die Jury professionell und zuverlässig erledigt hat. Als kleine Entscheidungshilfe wurden folgende Fragen zu jedem Vorschlag gestellt. Verkörpert das Maskottchen unsere Region? Passt es zur Landesgartenschau? Wie klingt der Name und bleibt er im Gedächtnis? Wie viel Kreativität liegt in dem Vorschlag? Ist das Maskottchen kinderfreundlich? Viele Fragen und Antworten führten die Jury am Ende zu einem überzeugenden und eindeutigen Ergebnis.

In der Jury saßen  der Erste Beigeordnete der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler  - Detlev Koch, die Geschäftsführer der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH - Jens Heckenbach und Thomas Schwager-Guillemenet, ein Künstler dieser Stadt - Kolja Senteur (Malschule Roos), ein Vertreter der Hotelerie/Gastronomie  - Frank Schönherr (Dorint Hotel), Vertreter des Einzelhandels - Herr  Thorsten Hermann  (Werbegemeinschaft Ahrweiler), Vertreter des Einzelhandels - Herr Patrick Küpper (Werbegemeinschaft Bad Neuenahr), ein Vertreter der Winzer - Herr Peter Kriechel (Ahrwein e. V.), eine Vertreterin der Jugend - Frau Sara Wessel (OKUJA) sowie zwei Vertreterinnen der Presse - Frau Au (Rhein-Zeitung) und Frau Monreal (General Anzeiger).

Am Sonntag, den 27. Mai wurde  das Maskottchen der Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 in der Konzerthalle im Kurpark vorgestellt. Er heißt Ahrvin und Ahrvin ist ein Wasserwesen. Jens Heckenbach, Geschäftsführer der Durchführungsgesellschaft Landesgartenschau lüftete   in der Konzerthalle im Kurpark von Bad Neuenahr das Geheimnis rund um das Maskottchen und den Gewinner.  

“Gesunde Stadt – gesundes Leben ist das Leitthema  „unserer“ Landesgartenschau. Wasser steht im Fokus … es aktiviert, hält fit und gesund, wird als Lebenselixier bezeichnet, es schafft Leben, es begeistert, es beruhigt, es verbindet Jung und Alt. Im Fall der Landesgartenschau dient die Ahr als verbindendes Element, es verbindet sogar eine Stadt und zwei Stadtkerne! Aus diesem Grund sollte unser Maskottchen ein „Wasserwesen“ sein. Ein Wesen, welches uns verbindet, welches Blumen, Pflanzen, Bäumen und Weinreben Wasser spendet und sie so am Leben hält. Sein Name: AHRVIN. Er lebt in der Ahr und genießt das schöne Leben in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es spendet Kraft, Freude und Lebensenergie. Mit Ahrvin blüht das Leben auf. Beschreibung von oben nach unten: Die Haare symbolisieren die Quelle/den Ursprung/ die Erstehung allen Seins. Die Ohren hören besonders gut. Sie verstehen die Sprache der Menschen, der Tiere und der Pflanzen. Ahrvin lächelt aufgeschlossen und freundlich. Die Augen sagen „Du bist hier herzlich willkommen“! Das Zepter, versehen mit dem Stadtlogo, symbolisiert Kraft und Energie. Es dient als magisches Zepter und versorgt die Pflanzen und Blumen mit Wasser und Lebenskraft. Das Gewand ähnelt einem leuchtenden Schuppenkleid. Kleine funkelnde Wasserperlen strahlen in der Sonne und leuchten im Dunkeln. In seiner Erscheinung als Großkostüm hat es Füße, die an Flossen erinnern. Damit wandelt es durch die Parks und Gärten und schaut auch manchmal in den Schulen und Kindergärten vorbei oder im Krankenhaus und Seniorenheimen und schwimmt in Höchstgeschwindigkeit von Ahrweiler nach Bad Neuenahr und wieder zurück.” So lautet der Beschreibungstext der Einreicherin. 

Ahrvin sowie der 2. und 3. Platzierte wurde vorgestellt. Ahrvin wird zukünftig verschiedene Veranstaltungen besuchen, um auf  unsere Stadt und unsere Landesgartenschau hinzuweisen.  

Ahrvin freut sich schon jetzt auf die Einwohner und Gäste unserer wunderschönen Stadt. 

Unser Maskottchen Ahrvin als PDF zum Download

Informationen für Vereine

Präsentationen der Informationsveranstaltung für Vereine am 27.11.2017.

Informationen zum Konzept der Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler entnehmen Sie bitte der Bewerbungsbroschüre.

Durchführungsgesellschaft für Landesgartenschau 2022 ist gegründet

In seiner Sitzung am 15. Mai hat der Rat der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler die Gründung der gemeinnützigen Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gGmbH beschlossen. Demgemäß wurde heute (Mittwoch, 24. Mai) der Gesellschaftsvertrag unterschrieben. Gesellschafter sind zu 60 Prozent die Stadt und zu 40 Prozent die Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz mbH.

Gleichzeitig wurden auch die Geschäftsführer der Durchführungsgesellschaft vorgestellt und berufen. Als städtischer Interimsgeschäftsführer fungiert Dipl.-Ing. Jens Heckenbach, zu dessen Aufgaben neben dem Marketing und den Veranstaltungen auch der Bereich Finanzen gehören wird. „Jens Heckenbach hat sich im bisherigen Planungsprozess intensiv um die im Rahmen der Landesgartenschau anstehenden Maßnahmen gekümmert und hier insbesondere die Gespräche mit den Fördergebern maßgeblich begleitet“, sagt Guido Orthen. Der Bürgermeister weiter: „Daher kann er bei den zunächst anstehenden Aufgaben voll durchstarten und bedarf keiner Einarbeitungsphase. Später soll er verstärkt die baulichen Umsetzungen führen und hier im Besonderen konkret die städtebaulichen Maßnahmen für die Landesgartenschau begleiten.“ 

„Wir freuen uns, dass die Durchführungsgesellschaft steht“, sagte Welmar Rietmann, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz mbH, die ihren Sitz in Bad Kreuznach hat. „Jetzt können die Geschäftsführer die konkreten Arbeiten in die Wege leiten. Mit den wachsenden Aufgaben wird sich dann auch sukzessive die Zahl der Mitarbeiter erhöhen.“ 

Durchführungsgesellschaft

Name: Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022 gemeinnützige GmbH 

(kurz: Landesgartenschau gGmbH)

Gesellschafter: Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz mbH

Aufgabe: Vorbereitung, Durchführung, Abwicklung und Rückbau der Landesgartenschau 2022 Bad Neuenahr-Ahrweiler auf der Grundlage der Bewerbung

Stammkapital: 25.000 Euro; Geschäftsanteil Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler 15.000 Euro, Geschäftsanteil Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz mbH 10.000 Euro

Aufsichtsratsmitglieder

Städtische Aufsichtsräte sind Bürgermeister Guido Orthen (Aufsichtsratsvorsitzender)

Erster Beigeordneter Detlev Koch (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) und als

ordentliche Mitglieder: Christoph Kniel (CDU), Andreas Geschier (CDU), Werner Kasel (SPD), Wolfgang Schlagwein (Grüne), Engelbert Felk (FWG), Rainer Jakobs (Wählergruppe Jakobs)

Aufsichtsräte der Projektgesellschaft sind Norbert Hammer (Sinzig), Andreas Thielen (St. Sebastian), Reinhold Langen (Remagen) und Bernd Hermann (Kurtscheid).

Ständige Vertreter der Projektgesellschaft (ohne Stimmrecht) sind Welmar Rietmann und Ulrike Sacher. Ständiger Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (ohne Stimmrecht) ist Dr. Ulrike Gossen

Zuschlag für Landesgartenschau Bad Neuenahr-Ahrweiler 2022

Bürgermeister Guido Orthen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Bad Neuenahr-Ahrweiler ist LaGa 2022!!! Wir alle sind LaGa 2022!!! Das hat die Landesregierung in ihrer Kabinettsitzung am 20. September 2016 offiziell entschieden. 

Diese Nachricht habe ich mit großer Begeisterung und mit großem Stolz aufgenommen. Wir haben uns in einen sportlichen Wettkampf mit 4 gleichwertigen Mitbewerbern begeben und gewonnen.

Damit werden wir in den nächsten Jahren für Bad Neuenahr-Ahrweiler und die ganze Region wichtige Impulse setzen und nachhaltige Strukturen schaffen können. Der Zuschlag ist nicht nur das Ergebnis der Arbeit des Stadtrates und der Verwaltung, vielmehr ist es Ausdruck des gemeinschaftlichen Wollens Aller. Während der Bewerbung haben wir eindrucksvoll demonstriert, dass wir zusammenstehen können – die Bürger, die Wirtschaft, die Vereine, die Presse, die Region, die Politik und die Verwaltung. 

Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle auch an unsere beiden „Stadtbotschafter“, die Herren Gregor Lersch und Hans Stefan Steinheuer, die uns mit ihrer überregionalen Bekanntheit und ihrem Know-how beratend und öffentlichkeitswirksam unterstützt haben. Der Erfolg wäre auch ohne die sehr fruchtbare und konstruktive Zusammenarbeit mit der Agentur shapefruit AG sowie den beiden beratenden Planungsbüros BGHplan und Göppner Landschaftsarchitekten nicht denkbar gewesen.

Dieses breite Votum, das tolle Konzept und nicht zuletzt unsere Präsentationen am 29. Juni und 2. September 2016 haben die Landesregierung davon überzeugt, dass Bad Neuenahr-Ahrweiler ein sehr guter Gastgeber für die Landesgartenschau 2022 sein wird.

Besucher werden mit Bad Neuenahr die Stadt des Wassers, ein Heilbad und Gesundheitskompetenzzentrum erleben. Und sie können die von einer mittelalterlichen Wehrmauer umgebene historische Stadt Ahrweiler erfühlen, die geprägt ist von ihrer Tradition und Zentrum des Tals der roten Traube ist. Unsere Stadt steht auch für den Genuss bringenden und gesundheitsfördernden Wein, um genau zu sein: den Spätburgunder. 

Wasser und Wein; Auf den ersten Blick ganz unterschiedlich. Bei näherer Betrachtung ein Sinnbild für die Ganzheitlichkeit menschlichen Lebens und die Vielfalt von Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie unseres Bundeslandes Rheinland-Pfalz!

Wir wollen 2022 unser Bundesland in all seinen Facetten vertreten: von der Südpfalz bis zum Westerwald, von der Eifel bis nach Rheinhessen. Wir wollen – zwar am Rande von Rheinland-Pfalz liegend – doch exemplarisch die Vorzüge unseres schönen Bundeslandes in seiner Vielfalt zeigen. Das können wir mit unserer Landschaft, dem Heilwasser – als Sinnbild für unsere Heilbäder und Kurorte – und wir können es mit unserer Weinkultur, gleichsam als ein Exempel für Rheinland-Pfalz als dem Weinland Nummer 1. 

Wir wollen Rheinland-Pfalz ganzheitlich vertreten und Brücken bauen, nicht zuletzt, weil wir als Tourismusdestination Anziehungspunkt für die benelux-Staaten und die Metropolregionen Rhein-Main und insbesondere Rhein-Ruhr sind und damit auch Brücken zu unseren Nachbarn bauen.

Wir werden exemplarisch für die Idee der Kurorte und Heilbäder in RLP werben, als moderne Gesundheitskompetenzzentren, wo Schulmedizin und kurative Medizin Hand in Hand geht mit Prävention und der Erkenntnis, dass Natur und Kultur keine Gegensätze sind, sondern Teil eines Ganzen.

Eine Gartenschau im 21. Jahrhundert ist klimaneutral, jedenfalls 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zur Kompensation der klimaschädlichen Auswirkungen der Landesgartenschau werden wir mit zahlreichen Maßnahmen diese Auswirkungen bereits im Vorfeld überkompensieren. Fern- und Nahwärmenetze, Solarthermie oder auch die Modernisierung der elektrischen Verbraucher sind nur einige Beispiele dieser nachhaltigen Maßnahmen, die sich zum Teil bereits in der Umsetzung befinden. Wir werden so bereits vor der Landesgartenschau ein Guthaben erarbeitet haben, welches uns ermöglicht, die Landesgartenschau 2022 mit einer klimaneutralen Bilanz abzuschließen.

Die Landesgartenschau ist eine einmalige Gelegenheit, die Stadtentwicklung in Riesenschritten voranzubringen. Städtebau ist für uns zugleich ein wesentliches Moment und eine wesentliche Antwort auf die Herausforderungen der demografischen Entwicklung. In einer wachsenden Mittelstadt, die demografisch ihrer Zeit voraus ist, geben wir mit unserer Bewerbung auch eine Antwort für die Zukunft einer älter werdenden Gesellschaft. 

Nun ist viel Fleiß und Kreativität erforderlich, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Ich bin mir aber sicher, dass wir diese Chance nutzen und unsere Stadt über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus würdig präsentieren werden. 

Die in unserer Stadt lebenden und wirtschaftenden Menschen freuen sich auf diese Herausforderung. Wir freuen uns auf eine einzigartige Gartenschau mitten im Leben, mitten in unserer Stadt!

Herzlichst,

Ihr

Guido Orthen

Wir sind Landesgartenschau 2022

Wir sind Landesgartenschau

Alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie Freundinnen und Freunde der Stadt können Ihre Unterstützung der Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler über unser Aktionslogo 'Wir sind...' visualisieren. Dieses kann herunter geladen und direkt ausgedruckt werden.

Im folgenden finden Sie die Berichterstattung zu der Bewerbung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler für die Landesgartenschau 2022: