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Hilfe für Geschädigte des Hochwassers

Schadenssummen Unwetter 2016 der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler

Nachfolgend die Angaben zu den Schadenssummen, resultierend aus den Folgen der Unwetterereignisse in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler:

Privathaushalte

In den am stärksten betroffenen Stadtteilen summiert sich die der Verwaltung bekannte Schadenssumme auf über 1.000.000 €.

Nach bisherigem Stand sind ca. 70 private Haushalte und Häuser / Objekte betroffen.

Öffentliche Einrichtungen der Stadt

Gebäude (Anzahl: 13), Infrastruktur: 300.000 €

Sonstige Schäden (kleinere Schäden): 100.000 €

Somit ist ein Gesamtschaden aus dem privaten und öffentlichen Bereich in Höhe von ca. 1.4 Mio. € innerhalb des Stadtgebietes entstanden.

Soforthilfe Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler

Nach Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden und den Beigeordneten wird die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler per Soforthilfe einen an der Schadenssumme orientierten Betrag an Betroffene Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtgebiet auszahlen.

Die finanzielle Gesamthilfe aus städtischen Mitteln beträgt etwa € 100.000 und wird durch freiwillige Spenden aus dem städtischen Spendenkonto weiter erhöht.

Spendenkonto „Hochwasser 2016“ der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler  

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat für die Betroffenen Spendenkonten eingerichtet. Bürgermeister Guido Orthen bittet alle Bürgerinnen und Bürger um ihre Unterstützung für die Opfer des Unwetters.

Alle Spenden sollen ohne Abzüge und so schnell als möglich den Hilfsbedürftigen zugutekommen, so dass in den dringendsten Fällen erste Unterstützung geleistet werden kann. 

Spenden können unter dem Stichwort „Hochwasser 2016“ auf die nachfolgenden Konten eingezahlt werden:

IBAN: DE33 5776 1591 0020 0010 02
BIC: GENODED1BNA bei der Volksbank RheinAhrEifel eG
Kontoinhaber: Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler

IBAN: DE92 5775 1310 0000 2576 75
BIC: MALADE51AHR bei der Kreissparkasse Ahrweiler
Kontoinhaber: Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler

Spendenbescheinigungen werden, wenn gewünscht, von der Stadtverwaltung ausgestellt.

Bürgermeister Guido Orthen

Dank von Bürgermeister Guido Orthen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

es war ein regelrechtes Schockerlebnis, was wir und insbesondere unsere betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger am vergangenen Donnerstag erlebt haben. Die Ahr als reißender Fluss aus braunen Wassermassen durchzog unser Stadtgebiet. In Folge des Unwetters war die Ahr in der Nacht zuvor an ihrem Oberlauf aus ihrem Bett getreten. Das Hochwasser erreichte in der Kreisstadt gegen 14 Uhr seinen Scheitelpunkt. Dank eines funktionierenden Präventionskonzeptes und der damit verbundenen Vorabinformation der Bevölkerung durch Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehren, hatte die Stadtverwaltung bereits am frühen Morgen schnell und vorausschauend reagiert und mit Blick auf die Wetter-Vorhersagen wurden zur Sicherheit umfangreiche Vorsorge-Maßnahmen eingeleitet.

Dabei hatte die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler aber auch das Glück eines zeitlichen Vorlaufs, sich auf die bevorstehenden Wassermassen vorzubereiten. Einen Vorlauf, denen einige unserer Nachbargemeinden an der Ahr leider nicht hatten. Daher gilt unser ganzes Mitgefühl speziell den Verbandsgemeinden Adenau, Altenahr und der Grafschaft und allen dort betroffenen Menschen und Haushalten.

Dramatisch war die Situation am vergangenen Wochenende auch in unseren Stadtteilen Gimmigen und Heppingen. Bedingt durch das Unwetter und den damit verbundenen Starkregen wurde das neue Rückhaltebecken entlang des Leimersdorfer Baches bereits auf seine volle Leistungsfähigkeit geprüft. Die Feuerwehr und unserer Ingenieure haben hier versucht, das Wasser kontrolliert ablaufen zu lassen. Alle verfügbaren Wehren der Stadt mit insgesamt 110 Feuerwehrleuten, waren rund um die Uhr im Einsatz.

In beiden Fällen war ich von Anfang an informiert und war, als die Lage dramatisch wurde, mit den Einsatzkräften vor Ort. Ich bin tief beeindruckt von der hohen Kompetenz und der Bereitschaft der Ehrenamtlichen, die sich bis zur Erschöpfung für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt haben. Die Zusammenarbeit zwischen den unzähligen Rettungs- und Einsatzkräften hat beispiellos funktioniert. Besonders hat mich auch die Bereitschaft der nichtbetroffenen Menschen beeindruckt, die spontan ihre persönliche Hilfe sowie großzügige Spenden zur Verfügung gestellt haben. In der Not hat sich gezeigt, dass das Miteinander und das Füreinander einstehen einen außergewöhnlich hohen Stellenwert in unserer Stadt hat.

Einmal mehr war ich vom herausragenden ehrenamtlichen Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger überwältigt. Durch die schnelle Einsatzbereitschaft und vor allem die routinierte Arbeit unserer Feuerwehren konnte auf die rasant eintreffenden Notfallmeldungen ebenso rasch reagiert werden.

Auch unser Betriebshof war in den letzten Tagen durchgehend eingebunden und leistete hervorragende Team-Arbeit. Das Zusammenspiel mit den ande-en Einsatzkräften klappte vorbildlich - auch gemeindeübergreifend. Und wenn es zum Beispiel „nur“ ein Blech voller Kuchen war, das wie selbstverständlich von einer Mitbürgerin für die Helfer abgegeben wurde, oder dass Geburtstags-Buffet einer Feier spontan für die zahlreichen Helfer gespendet wurde, so spürte man einfach, dass der Zusammenhalt in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler funktioniert und die Hilfe auch geschätzt wird. Meinen herzlichen Dank und tiefste Anerkennung für die geleistete Arbeit am Nächsten und alle Helfer, die teilweise 24 Stunden ununterbrochen im Einsatz waren. Auf unsere Rettungsorganisationen ist Verlass.

An dieser Stelle möchte ich mich aber auch speziell bei den Geschädigten für ihre Ausdauer und für die Besonnenheit bedanken. Gerade ihnen gebührt unser höchster Respekt“.

Unsere Stadt ist in diesen schweren Stunden fest und einträchtig zusammengestanden und hat eine beispielgebende Geste der Solidarität an den Tag gelegt.

Bei aller Tragödie können wir sagen: In der höchsten Not hält und trägt unsere Gemeinschaft.

Dafür will ich mich als Bürgermeister und im Namen meiner Stadtratskollegen aus tiefstem Herzen bei allen bedanken.

Unsere Gedanken und Gefühle sind in diesen schweren Stunden bei den betroffenen Menschen in der gesamten Region.

In dankbarer Verbundenheit Ihr

Guido Orthen

 

Hilfe für Unwettergeschädigte

Betroffene aus dem Stadtgebiet können sich bei der Stadtverwaltung melden

Einwohner vom Bad Neuenahr-Ahrweiler, die durch das Unwetter in Not geraten sind, können sich direkt an die Stadtverwaltung wenden. Die Stadt bittet hier, Kontakt mit Herrn Frank Ronstadt vom Bürgerbüro unter Telefon 87-191 aufzunehmen.

 

Sammelplätze Sand

Die Stadtverwaltung stellt im gesamten Stadtgebiet zentrale Plätze zur Entsorgung von Sand aus den Sandsäcken zur Verfügung (siehe Auflistung). WICHTIG: hier soll lediglich der Sand zurückgebracht werden, welcher nicht auf privaten Grundstücken genutzt oder entsorgt werden kann. Aufgrund der Beschaffenheit des Sandes, sollte dieser nicht für Kindersandkästen genutzt werden. Die Sandsäcke sind eigenständig zu entsorgen. Plastiksäcke können privat gelagert werden, bei den Jutesäcken empfiehlt die Verwaltung eine komplette Entsorgung aufgrund von Schimmelgefahr.

Sammelplätze Sand

Ahrweiler: Feuerwehrhaus Ahrweiler
Bad Neuenahr: Parkplatz Apollinaris Stadion
Bad Neuenahr: Piusparkplatz
Gimmigen: Parkplatz „Am Brünnchen“
Heimersheim: Parkplatz „Im Bülland“ (unterhalb Landskroner Festhalle)
Heppingen: Alter Spielplatz Schulstraße (Zufahrt von Haus Nr. 14)
Lohrsdorf: Parkplatz „Großer Weg“ (gegenüber Haus Nr. 12)
Walporzheim: Bolzplatz am Sportplatz

 

Verzögerungen durch Aufräumarbeiten

Bedingt durch den Mehraufwand an Aufräumarbeiten im Rahmen der Hochwasser-Schadensbeseitigungen kann es innerhalb der Stadtverwaltung zu Verzögerungen und / oder einer schlechteren Erreichbarkeit von Mitarbeitern kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis. 

 

Aufruf über „Soziale Medien“: Freiwillige befüllten tausende Sandsäcke

Wie wichtig freiwilliger Hilfs-Einsatz bei einem Hochwasserereignis ist, stellten am späten Samstagnachmittag (4. Juni 2016) Bürgerinnen und Bürger aus der Kreisstadt unter Beweis: Viele Frauen, Männer und Jugendliche waren in den Betriebshof am Dahlienweg gekommen, um dort mit vereinten Kräften Sandsäcke zu befüllen und abzutransportieren. Ein Aufruf in den sozialen Medien hatte dazu beigetragen, sich an der Aktion zu beteiligen.

Die freiwilligen Helfer unterstützen damit die Arbeit der Mitarbeiter des Betriebshofs und der städtischen Mitarbeiter vor Ort. In der Hochphase waren mehr als 180 fleißige Kräfte tatkräftig bei der Sache Auf diese Weise konnten zügig Sandsäcke nach Gimmigen und Heppingen geliefert werden. 

Nachdem bereits in den beiden Vortagen 15.000 Säcke vorbereitet worden waren, kamen am Samstag somit weitere 10.000 Sandsäcke zum Verteilen sowie 8.500 befüllte Sandsäcke als Reserve hinzu.