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Eifel-Bunker-Tour

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Regierungsbunker
Regierungsbunker

„Eifel-Bunker-Tour“ 2020

Historisch, technisch, spannend: Drei Regierungsbunker an einem Tag erleben

Die "Eifel-Bunker-Tour" findet 2020 am 13. & 27.September sowie 25.Oktober statt. Im Rahmen einer Tagestour werden drei Atomschutzbunker besichtigt. Neben den beiden Regierungsbunkern von Bund (in Bad Neuenahr-Ahrweiler) und des Landes Nordrhein-Westfalen (in Kall-Urft) wird zusätzlich der geschützte Ausweichsitz der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen (in Satzvey bei Mechernich) besichtigt.

Es sind Relikte vergangener Jahrzehnte: Heute laden sie als Dokumentationsstätten ein, die Epoche des Kalten Krieges und den Umgang der politischen Elite mit der permanenten atomaren Bedrohung kennen zu lernen

Interessant, spannend und aufschlussreich, wird ein Kapitel beleuchtet, das die Regierungen vor einem halben Jahrhundert unter höchster Geheimhaltung schrieben. Nicht nur für geschichtlich oder technisch Interessierte ein „Leckerbissen“, sondern auch für Kinder und Jugendliche, die so nicht nur aus den Geschichtsbüchern etwas über den Kalten Krieg erfahren, sondern vor Ort eintauchen in jene Jahre der gegenseitigen Abschreckung.

Was ist der Kalte Krieg? Wer war der erste Bundeskanzler? Wann wurde die Mauer gebaut? Und warum hätte die Kubakrise beinahe dafür gesorgt, dass mit einem atomaren Feuerwerk alles zu Ende gewesen wäre? Alles Fragen, deren Beantwortung heute nicht mehr selbstverständlich ist. Was ist geblieben an Wissen über jene Jahre, in denen sich die Weltmächte mit Tausenden von Atomwaffen bedrohten? Die Besucherführungen in den ehemaligen Atomschutzbunkern geben Antworten. Insofern haben die Museen des Kalten Krieges längst auch eine pädagogische Verantwortung, geht es um die Wissensvermittlung der Jahre des Eisernen Vorhanges, des geteilten Deutschlands.

In Ahrweiler wurde im Jahr 2019 der 900.000ste Besucher begrüßt, doch auch in Urft und Mechernich ist der Andrang groß. Dabei unterscheiden sich die drei Bunkeranlagen in Größe, ihrer Einrichtung und schließlich das Konzept der Führungen. Der wesentlich kleinere Bunker der nordrhein-westfälischen Landesregierung zieht seine Besucher in den Bann, wenn sie in die Rolle des Mitarbeiters eines Krisenstabes schlüpfen und aus diesem geheimen und geschützten Ort das Chaos eines 3. Weltkrieges in den Griff bekommen sollen.

Bevölkerungsströme müssen gelenkt werden, nach Atombombenabwürfen gilt es, die radioaktive Wolke aufgrund vorliegender Wetterdaten für weite deutsche Landstriche in riesige Karten zu übertragen. Die Original-Formblätter („WaDuForm“ – Warndienstdurchsageformular) liegen auf den Regalen und lassen frösteln: Für den Atomkrieg gab es – typisch deutsch – bürokratisch penibel vorbereitete Formulare. Es musste nur noch ein Kreuzchen hinter „Luftdetonation“ oder „Bodendetonation“ gemacht werden, und fertig war das atomare Endzeitszenario im Verwaltungsapparat. Es klingt alles andere als normal, aber dieser Bunker mit seiner eigenwilligen Aufgabe ist ein „Mitmachmuseum“, das Schauspiel keine Fiktion, sondern belegbare Realität der 60er Jahre.

Dazu zählt sogar eine riesige Sammlung Gesetzesblätter, die vor juristischen Fehlern im Atomkriegs-Krisenmanagement schützen sollte. Wie auch eine komplette Radiostation des WDR, in der Besucher auf die Starttaste der 60er-Jahretechnik drücken können und hören, wie das Musikprogramm für das Endzeitszenario klingt. Was das alles so besonders macht: Es ist die Originaleinrichtung, die, über 40 Jahre unverändert, in diesem Bunker heute Zeitgeschichte dokumentiert.

Das riesige Tunnellabyrinth an der Ahr mit seiner urbanen Ausstrahlungskraft tief unter der Erde ist ein gedankliches Abbild der realen Angst vor dem Atomkrieg aus Beton und reichlich Technik. Ein Rückzugsraum, der aus der Hoffnung entworfen wurde, er funktioniere. Jeder Art von Angriff sollte der 17 Kilometer lange Koloss standhalten. Fast schon bescheiden wirkt dagegen der auf seine knallharte Funktion ausgerichtete, wesentlich kleinere Landesbunker, in dem alles noch so funktioniert, als sei die Anlage bis eben in Betrieb gewesen.

Auch für Kinder und Jugendliche ist die "Eifel-Bunker-Tour" eine spannende und interessante Erfahrung, denn sie "erlesen" den Kalten Krieg nicht nur in Geschichts- und Schulbüchern, sondern "erleben" dessen Zeugnisse hautnah. Die Bunker sind heute Mahnmale und erzählen lebendige Geschichte über die Zeit der atomaren Abschreckung. Bei den Führungen wird neben der technischen Erläuterung auch die taktische und politische Aufgabe der Bunker erklärt – eine Zeitreise der besonderen Art!

Aktuelle Termine: 13.09.2020, 27.09.2020 sowie der 25.10.2020
Dauer jeweils von 9:45 Uhr bis ca.18:00 Uhr. Startpunkt ist die Dokumentationsstätte Regierungsbunker, Am Silberberg 0, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ende ist in Ahrweiler am Busparkplatz an der Roemervilla unterhalb der Dokumentationsstätte.

Im Preis von 80,-€; Ermäßigungen 70,-€ (für Schüler, Studenten, Azubi, freiw. Wehrdienstleistende, Zivildienstleistende, Behinderte ab 50 % gegen Ausweisvorlage), Kinder bis 16 Jahre 50,-€; Familienkarte (Elternpaar und ihre Kinder bis 16 Jahre) 180,-€) sind die Eintritte und Führungen in den drei Bunkeranlagen, der Bustransfer die Verpflegung sowie die individuelle Betreuung der Teilnehmer und ein kostenloser Parkplatz in Ahrweiler enthalten.

Stornierungsbedingungen:
Der Kunde kann bis Tourbeginn jederzeit von der Tour zurücktreten. Es wird empfohlen, den Rücktritt zur Vermeidung von Missverständnissen schriftlich zu erklären. Stichtag ist der Eingang der Rücktrittserklärung beim Ahrtal-Tourismus.

Bis 31. Tage vor der Tour: Kostenfrei
Vom 30. bis zum 14. Tag vor der Tour: 50 % des Tourpreises
Vom 13. bis zum 03 Tag vor der Tour: 70% des Tourpreises
Ab dem 03 Tag vor der Tour und bei Nichtanreise: 100% des Tourpreises


Wichtiger Hinweis:
Die Tiefsttemperatur im Bunker liegt bei ca. 8 Grad - um geeignete, warme Bekleidung wird gebeten. Im Bus und bei der Führung ist ein Mundschutz zu Tragen.

Die Bunkeranlagen sind für Tiere nicht zugelassen. Ein Besuch der Bunkeranlage der Landesregierung Nordrhein-Westfalen ist für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit nicht zu empfehlen.

Die Besucherzahl ist pro Tour begrenzt auf 40 Personen – eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Informationen und Anmeldungen:
Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.
Telefon: 02641/9171-65
Fax: 02641/917151
www.ahrtal.de,
verkauf@ahrtal.de
oder
www.eifelbunkertour.de
Die "Eifel-Bunker-Tour" findet in Zusammenarbeit der
Bunker-Dokumentationsstätten, Marienthal, Kall-Urft sowie Satzvey
Ahrtal-Tourismus e.V., Bad Neuenahr-Ahrweiler statt.

Die "Eifel-Bunker-Tour" wird unterstützt von EDEKA RUDOLPHI