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Stadtteil - Bachem

Das Bachemer Backes in der Königstraße
Backes in Bachem

Der zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr auf der rechten Ahrseite gelegene Ort Bachem ist ein historischer Weinort, bekannt durch den Anbau von Frühburgundertrauben. Bachem war seit dem 16. Jahrhundert rund 300 Jahre lang Streitobjekt zwischen der Stadt Ahrweiler und Wadenheim, einem der drei Dörfer aus denen später Bad Neuenahr entstand. 

Mitten durch das Dorf fließt der Bachemer Bach, der die Grenze zwischen dem Herzogtum Jülich und dem Kurfürstentum Köln markierte. Die Annakapelle, deren älteste Bauteile aus dem 13. Jahrhundert stammen, gehörte zur Grafschaft Neuenahr, während die Häuser auf der linken Bachseite zur Stadt Ahrweiler zählten. Mit dem Einmarsch Napoleons wurde ganz Bachem der Bürgermeisterei Ahrweiler zugeschlagen. 

Aus der Zeit der Grenzstreitigkeiten stammt noch die Leonharduskapelle am westlichen Dorfrand, die im Jahre 1716 errichtet wurde. Eine dritte Kapelle hoch oben im Bachemer Tal führt ihren Ursprung auf das Versprechen eines Bachemer Bürgers zurück, der nach glücklicher Heimkehr aus dem zweiten Weltkrieg diese Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes von Lourdes errichtet hat. 

Das Bachemer Backes im alten Dorfkern stammt aus dem Jahre 1650. Sein Erdgeschoss diente als Gemeindebackhaus, das Obergeschoss wurde als Feierraum genutzt und war in den Befreiungskriegen das Wachlokal der Kosaken. Von 1828 bis 1848 befand sich in den Räumen die Dorfschule und von 1927 bis 1978 ein Jugendheim. Seit 1978 beherbergt dieser Raum nun das sehenswerte Bachemer Winzermuseum.

Das Bachemer Weinfest steht seit einigen Jahren unter dem Motto "Kunst und Wein", es findet stets am vorletzten Wochenende im September statt.