Das Projekt „Stolpersteine“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat am 19. April 2012 die ersten 30 „Stolpersteine“ in Erinnerung an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Bad Neuenahr-Ahrweiler verlegt. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig unter großer Beteiligung der Bevölkerung vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Opfer mit der Aufschrift „Hier wohnte ...“ in das Pflaster des Gehweges eingelassen. Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen im Stadtgebiet verlasen während der Verlegung an acht verschiedenen Stellen im Stadtteil Bad Neuenahr die Inschriften zu den einzelnen Personen.

Angehörige der jüdischen Opfer, Hilde Reiter geb. Vos aus den USA und Verwandte aus Israel sowie die Familie von Erich Elkan aus Brüssel nahmen auch an der Verlegung teil.

[Link zu den Stellen und Inschriften]                                          Künstler Gunter Demnig
                                                                                                   Foto: Werner Mertens
                                                                                                               

Stolperstein-Verlegung 2013

Für das Frühjahr 2013 ist die nächste Stolperstein-Verlegung in Bad Neuenahr-Ahrweiler geplant. Künstler und Projektinitator Gunter Demnig wird dann 12 weitere Stolpersteine an vier Stellen in den Stadtteilen Bad Neuenahr und Heimersheim verlegen.  Die Finanzierung der Stolpersteine erfolgt über Patenschaften von Privatpersonen oder Vereinen und Verbänden und beträgt 120,- Euro pro Stein. (Infos im Rathaus unter 02641/87-198).

                                                                                                                                                              

Themenjahr 2013

Nach dem erfolgreichen Themenjahr „Stolpersteine" in 2012 bietet die Rathaus-Kultur Bad Neuenahr-Ahrweiler im Jahr 2013 das Themenjahr „Stolpersteine II". Unter dem Motto "Mit courage gegen Ausgrenzung" geht es darum, aus der Erinnerungskultur heraus, Mechanismen von heutiger Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, Äußerlichkeiten, Behinderungen etc. zu erkennen und sich diesen aktiv entgegenzustellen.

Neben Veranstaltungen beispielsweise zur Erläuterung des Fremdseins und zum Kennenlernen anderer Kulturen rückt nun auch die Nachkriegszeit mit den 1950er Jahren in den Fokus.

[Link zum Programm-Flyer]


Kooperationen mit Schulen

Für die Schulen im Stadtgebiet werden wieder zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten angeboten. Im Zentrum der Angebote steht im Jahr 2013 das bundesweit bekannte Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Es handelt sich um ein Projekt von und für Schülerinnen, das Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, in dem sie sich bewusst gegen jede Form der Diskriminierung wenden. Darüber hinaus können die in 2012 angestoßenen Angebote, wie die Ausleihe der Wanderausstellung, Führungen über die jüdischen Friedhöfe und das Buch-Projekt mi der Zeitzeugin "Tamar Dreifuss" weiterhin genutzt werden.

Infos unter Tel. 02641/87-196 oder 87-198.




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