Bürgerfahrt nach Brasschaat lockte diesmal besonders viele an
„Zusatzbus“ machte sich am Wochenende auf Weg in belgische Partnerstadt
29. Juli 2009
Die Bürger der Kreisstadt vor dem Rathaus von Antwerpen auf dem Grote Markt mit dem Brabobrunnen.
„Das Interesse an der Bürgerfahrt war diesmal so groß“, sagte Wolfgang Horrmann, „dass wir erstmals zusätzlich eine Bustour nach Brasschaat organisiert haben.“ Der Vorsitzende des hiesigen Partnerschaftskomitees startete am letzten Juliwochenende mit 46 Teilnehmern erneut Richtung Flandern.
Nach einem freundschaftlichen Empfang an der Sint-Antonius-Kerk durch die Vertreterin des belgischen Partnerschaftskomitees, Carina Verster-Rotthier, führte die Tour zunächst in den wunderschönen Park "De Mik". Nach einer kleinen Stärkung im Kinder-Bauernhof und bei strahlendem Sonnenschein entführte sie die Besucher zu einer Stadtrundfahrt. Anfahrtpunkte waren unter anderem die Bredabaan – die Einkaufstraße von Brasschaat – der Golfplatz sowie die verschiedenen Schlösser. Besonderer Hingucker war insbesondere für die Fußballfans im Bus das Wohnhaus von Jean-Marie Pfaff, dem früheren legendären Torwart des FC Bayern.
Anschließend folgte der Abstecher nach Antwerpen, wo die Besucher aus Bad Neuenahr-Ahrweiler zunächst die Liebfrauenkathedrale besichtigten. Bei einer Führung standen unter anderem vier Gemälde von Rubens, dem berühmtesten und vielseitigsten Antwerpener Barockkünstler, im Blickpunkt. Vor dem spätgotischen Rathaus lernten sie den Brabobrunnen und die Legende näher kennen, auf die sich diese Plastik bezieht. Demnach soll Silvius Brabo den Riesen Antigon besiegt, ihm die Hand abschlagen und diese in die Schelde geworfen haben. Daher der Name Antwerpen (niederländisch "handwerpen“).
Nach einem Einkaufbummel oder einem Aufenthalt in einem der schönen Cafés ging es mit dem Reisebus zurück nach Brasschaat. Aber erst nach dem Kauf bester belgischer Pralinen und dem Abendessen im Restaurant "Het-Park" machten sich die Tagesgäste auf die Heimfahrt. „Drei Viertel der Mitfahrer war erstmals in Brasschaat, die anderen waren Wiederholungstäter“, stellte Wolfgang Horrmann nach der Fahrt fest. Seit 27 Jahren bestehen die Kontakte zwischen der Gemeinde Brasschaat, unweit von Antwerpen gelegen, und der Kreisstadt. Die Bürgerfahrt, zu der die Stadtverwaltung den Reisebus stellt, gehört zu den Punkten, die vom Partnerschaftskomitee alljährlich organisiert werden.



