„Bad Neuenahr – Fließende Energie“

 

Entwicklung – Inhalte - Vorgehen

 

 

 

Kaiser-Wilhelm-Park

 

Lenné-Park

 

 
 

Als traditionsreiches Heilbad ist Bad Neuenahr in besonderer Weise vom Umbruch im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens betroffen. Maßnahmen für die Gesundheit als wirtschaftliche Grundlage sind angesichts dieser Veränderungen neu zu definieren und mit langfristig tragfähigen Inhalten zu besetzen. Der tiefgreifende, noch nicht abgeschlossene Strukturwandel hat einen dynamischen Prozess des Nachdenkens über Leitbilder und Strategien notwendig gemacht. Hierzu gehören die Stärkung und Profilierung der Gesundheits- und Fitnessregion, die Stärkung der Region als touristischer Anziehungspunkt, die Entwicklung neuer Strategien für eine nachhaltige Wirtschaftsförderung, die Aufwertung öffentlicher Stadträume sowie die Schaffung vernetzter Freiraumstrukturen.

In den Jahren 2007/2008 erfolgte die Teilnahme an der Untersuchung „Vergleichende Qualitätsbewertung von Heilbädern und Kurorten aus (gesundheits-) touristischer Sicht“. Ziel war die Analyse des gesundheits-touristischen Angebots, insbesondere im Hinblick auf die stark umworbenen Selbstzahler. Die teilnehmenden Kurorte und Heilbäder sollten die Möglichkeit erhalten, durch eine objektive Bewertung ihrer Potentiale ihre Kurangebote zu überprüfen und zu optimieren.

 

 

Ahrachse

 

Lichtkonzept

 

 
 

Insgesamt ist Bad Neuenahr, neben Bad Harzburg und Bad Zwischenahn, aus der „Vergleichenden Qualitätsbewertung“ als einer der Gewinner in der Bädersparte „Mineral- und Moorheilbäder“ hervorgegangen.

In Folge dieser Bewertung wurde von Herrn Wirtschaftsminister Hendrik Hering unmittelbar ein Ideenwettbewerb für die rheinland-pfälzischen Bäder, die an der „Vergleichenden Qualitätsbewertung“ teilgenommen hatten, ausgeschrieben.

Im Rahmen einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr, des Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., der Kliniken, des Stadtrates, der Stadtverwaltung sowie des mit der Moderation beauftragten Fachbüros Stein + Schultz wurde ein Ideenpapier unter dem Leitthema „Bad Neuenahr – Fließende Energie“ entwickelt.

Das Element Wasser besitzt in der Region einen besonderen Stellenwert, und Kraft - also Energie - für den Alltag ist ein wesentliches Motiv von Selbstzahlern für einen Urlaub im Heilbad. Insofern lag es nahe, die wesentliche Eigenschaft des Wassers - nämlich das Fließen - in Verbindung mit den vielfältigen Formen der Energie zum Leitthema zu wählen. Für Bad Neuenahr galt es Aspekte zu entwickeln, die das ehedem sehr gut positionierte Heilbad nochmals aufwerten, ohne jedoch zu einer Überfrachtung zu führen.

Nach Auswertung der Broschüre hat eine Jury aus Fachleuten - neben Bad Sobernheim, Bad Bertrich, Bad Kreuznach und Bernkastel-Kues - auch Bad Neuenahr zum Siegerort erklärt.

In der Jurybewertung heißt es:
„Das Ideenpapier von Bad Neuenahr hat die Jury durch die Präsentation und Darstellung überzeugt. Mit dem Thema „Fließende Energie“ werden durchgängige zukunftsweisende Projekte mit einer klaren Zielgruppenorientierung angestrebt. Positiv wird auch die Intellektualität des Konzeptes „Fließende Energie“ gesehen. Die Jury ist sich bewusst, dass für ein Heilbad auf „hohem Niveau“ eine weitere Steigerung schwierig ist. Gleichzeitig ist aber auch ein Top-Heilbad aufgefordert, sich weiterzuentwickeln um seinen Platz zu verteidigen. Angesichts dieser Herausforderung ist es den Beteiligten mit Ideenreichtum sehr gut gelungen einen Weg aufzuzeigen, der nicht eine grundsätzliche Neuausrichtung oder neue Strategie erforderlich macht, sondern die Qualitätsführerschaft und die Atmosphäre in den Mittelpunkt stellt. Mit der Umsetzung der „energievollen“ Ideen auf Basis eines Umsetzungs- und Finanzplans wird Bad Neuenahr seine Funktion als Leuchtturm und Trendsetter festigen.“

Für die Gewinnerorte besteht nunmehr die Möglichkeit, ihre Konzepte – unter erheblicher Bezuschussung durch das Land – umzusetzen.

Mit der Umsetzung des Ideenkonzepts „Bad Neuenahr – Fließende Energie“ werden Impulse für die langfristige Entwicklung der Kurstadt gegeben. Das Ideenkonzept verfolgt nicht nur das Ziel einer gestalterischen Aufwertung des Heilbades, vielmehr gilt es kommunale und regionale Standortfaktoren zu stärken und eine Sicherung und Verbesserung der regionalen Netzwerke sowie die Förderung der Identität von Stadt und Landschaft zu erreichen.

Das vorliegende Ideenkonzept„Bad Neuenahr – Fließende Energie“ mit den Themenbereichen

· Energieflüsse: Mental Wellness,
(Maßnahmenverantwortlichkeit: AG Bad Neuenahr)

· Energieflüsse: Verbindende Achse Ahr
(Maßnahmenverantwortlichkeit: Stadt)

· Energie durch Licht: Differenzierte Lichtkonzepte für den Kurbereich, die Ahr, die Stadt und die Landschaft
(Maßnahmenverantwortlichkeit: Stadt)

· Energie durch Bewegung: Lenné- und Kaiser-Wilhelm-Park
(Maßnahmenverantwortlichkeit: Stadt)

· Energie durch bewusste Ernährung und Freude am Genuss:
Die Neue Bad Neuenahrer Küche
(Maßnahmenverantwortlichkeit: AG Bad Neuenahr)

ist dazu zunächst zu konkretisieren und als Masterplan dem Zuschussgeber einzureichen.

Im Laufe des Jahres 2010 sollen die dazu notwendigen Arbeiten in Form von Workshops, Lenkungsgruppensitzungen, umfangreichen Öffentlichkeitsbeteiligungen und immer wieder der Einbeziehung der zuständigen städtischen Gremien geleistet werden.

Das von der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gemeinsam initiierte Projekt „Bad Neuenahr – Fließende Energie“ hat, nach verschiedenen Sitzungen und Workshops, einen Planungsstand erreicht, der eine erste Vorstellung der Planungsüberlegungen im Rahmen einer Bürgerbeteiligung erlaubte.

Diese Veranstaltung fand am 21. April 2010 im Rathaus der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler statt. Eingeladen war - neben bisherigen Workshopteilnehmern und Vertretern der Politik - auch die Bürgerschaft durch eine entsprechende Pressemitteilung. Rund 80 Bürger und Fachleute folgten der Einladung.

Im Vortrag erläuterten Frau Professor Dr. Stein und Herr Schultz, vom gleichnamigen Büro Stein + Schultz aus Frankfurt, die Arbeitsergebnisse. Ziel war es, das Ideenpapier „Bad Neuenahr – Fließende Energie“ mit den eingangs erwähnten Themenbereichen „Verbindende Achse Ahr“, „Lenné- und Kaiser-Wilhelm-Park“ sowie „Differenzierte Lichtkonzepte“ in Richtung eines Masterplans zu konkretisieren. Diese drei baulich-planerischen Themenbereiche wurden in 4 unterschiedlichen „Ufertypen“, die entlang der Ahr thematisiert wurden, sowie einem Beleuchtungskonzept, abgearbeitet.

Der Masterplan „Fließende Energie“ stellt die Ahr als verbindende Achse der ganzen Stadt in den Mittelpunkt und betrachtet die Stadt von diesem Standpunkt aus. Er stellt dar, wie sich die Uferabschnitte in Zukunft voneinander unterscheiden können, so dass ein abwechslungsreiches Spektrum an Orten entlang der Ahr entsteht. Gleichzeitig zeigt er die Wegeverbindungen zur und entlang der Ahr und schlägt Optimierungen vor. Die aktive Einbeziehung der Ahr in die Stadtentwicklung soll zukünftig durch ein Lichtkonzept unterstrichen werden. Maßnahmen, die Orte entlang der Ahr qualifizieren, werden skizziert. Diese Maßnahmen beschreiben die Prioritäten des Masterplans „Fließende Energie“.

Die Ufertypen unterscheiden sich in vier Punkten: in der Aufeinanderfolge von Bäumen, Straßen und Gebäuden entlang der Ufer, in den Freiraumtypen, in den Zugängen zum Wasser und in der Pflanzenverwendung. Die gegenüberlegenden Uferbereiche werden jeweils gemeinsam betrachtet: Die Gestaltung einer Uferseite reagiert immer auf ihr Gegenüber. Punkte, an denen man die Ahr auf besondere Weise erleben kann - so genannte Erlebnisperlen - werden hervorgehoben und benannt. Diese punktuellen Attraktionen können auch temporärer Natur sein, wie zum Beispiel die Uferlichter oder ein Ahruferfest.

Ufertyp 1: Entspannte Ufer (Brücke L83 bis Maria-Hilf-Brücke)
Der Dahliengarten als ruhiger Ort der Kontemplation und der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park als kinderfreundlicher Park sind die prägenden Freiräume. Die nahezu vollständigen, markanten Alleen strukturieren den Raum. Auf dem Nordufer grenzen niedrige Einzel- und Reihenhäuser an den Park. Im Süden stehen große Einzelgebäude. Beide Bebauungstypen sind im Vergleich zu den Alleen wenig raumbestimmend. Die Wegenetze ermöglichen kurze und lange Spaziergänge. Die Uferbereiche der Ahr laden zukünftig zum Sonnenbaden direkt am Wasser ein. Die Liegewiesen gewähren schöne Blicke auf die andere Uferseite und den Fluss. Neben der Allee und Solitärbäumen sind die Schmuckpflanzungen des Dahliengartens charakteristisch für die Vegetation der „Entspannten Ufer“. Geplant ist hier insbesondere die Optimierung der Liegewiese in der Böschung der Ahr auf der Nordseite durch das Angebot entsprechend gestalteter Liegesteine.

 
 


Ufertyp 2: Urbane Promenade (Maria-Hilf-Brücke bis Landgrafen-Brücke)
Der Kurpark ist der prägende Freiraum für den Ufertypus „Urbane Promenade“. Der alte Baumbestand und die Schmuckpflanzungen bieten den Rahmen für Kultur- und Musikveranstaltungen. Die zeitweilige Öffnung des Kurparks als Wegeverbindung entlang der Ahr soll geprüft werden. Zukünftig können die Ahrterrassen zum Essen und Trinken direkt an der Ahr einladen. Gegenüber des Kurparks ermöglicht zukünftig die Promenade einen städtisch geprägten Zugang zum Wasser mit Treppen und Sitzpodesten. Hier wird die Alleestruktur unterbrochen, wie es in Teilen bereits im gegenüberliegenden Kurpark der Fall ist. Die Häuserfronten im Norden bilden eine deutliche städtebauliche Kante. Solitärbäume sorgen für platzartige Situationen entlang der Ahr und werfen Schatten. Die Beobachtungsstation zum Lachsaufstieg wird als ein besonderer Zugang zur Ahr gestaltet. Die formale Allee entlang des Parkhauses wird illuminiert und das Ufer gegenüber durch intensive Blühstaudenpflanzungen gestaltet.

Geplante Maßnahmen Ahrpromenade
· Gestaltung Ahrufer mit Treppen und Wasserpodesten
· Unterschiedliche Sitzgelegenheiten am Wasser auf Treppen und Podesten
· Großzügiger Boulevard
· Attraktiv gestaltete Lachsbeobachtungsstation

 
 


Geplante Maßnahmen Ahrterrassen
· Schaffung großräumiger Außengastronomie an der Ahr
· Ergänzung des Ahrufers mit attraktiver Gastro-Architektur
· Schaffung einer Terrasse mit Außensitzplätzen an/über der Ahr

 
 


Geplante Maßnahmen Kurpark
· Wasserzugang gestalten
· neue, attraktive Einfriedung
· Öffnung und Ausgestaltung des Ahrufers
· Bestandspflege Vegetation und neues Pflanzkonzept
· neues Management der Durchwegung des Kurparks

 
 


Geplante Maßnahmen Illuminierte Allee
· Freistellung der Allee durch Entfernen des Aufwuchses am Ahrufer
· lichtkünstlerische Inszenierung der Kastanienallee und des angrenzenden Parkdecks

 
 


Ufertyp 3: Bewegtes Wasser (Landgrafen-Brücke bis östliches Ende Kaiser-Wilhelm-Park)
Der Ufertyp „Bewegtes Wasser“ ist zukünftig bestimmt durch moderne Landschaftsparks, die unterschiedliche Bewegungsbedürfnisse erfüllen. Eine Finnbahn, eine Joggingstrecke, eine Tai-Chi-Wiese und ein Weg der Sinne, den man barfuss begehen kann und der auch durch die Ahr führt, sind Teile dieses Angebots. Dieser Weg beginnt im Lenné-Park und führt unter anderem entlang des zukünftigen Wasserenergiebandes, dem renaturierten Mühlenteich. Der Mühlenteich wird mit extensiven Staudenfluren zur Energielinie des Parks, an der Lern-Stationen zum Thema Wasser eingerichtet werden können. Die Sportanlagen auf beiden Seiten der Ahr werden in ein Gesamtkonzept für die Parks eingebunden. Tennisplätze und Apollinaris-Stadion sind Attraktionen der Parks für Sportler und Zuschauer. Die Zugänge zum Wasser sind hier eher punktuell und häufig spielerisch. Die Uferbereiche werden so freigestellt, dass Sichtbeziehungen zu anderen Parkteilen und zum Wasser möglich werden.

Geplante Maßnahme Lenné-Wassertreppe
· Umgestaltung des Vorfeldes Lenné-Schlösschen
· Neuinterpretation des Lenné-Parks auf altem Grundriss
· Öffnung mit Treppenanlage zum Wasser

 
 


Geplante Maßnahme Abenteuer Ahrquerung
· Gestaltung einer Ahrüberquerung mit Seilkonstruktion
· Trittsteine durch die Ahr als Teil des Wegs der Sinne
· Attraktion für Gäste, Einheimische und Jugendliche

 
 


Geplante Maßnahme Energieband Mühlenteich mit Weg der Sinne, Minigolfspiel und Ehrenmal
· Gestaltung von Stationen entlang des Mühlenteichs
· Entrohrung und nachhaltige Neugestaltung des Mühlenteichs
· Weg der Sinne zum Barfussgehen
· Wasserlernstationen für Kinder
· Aufwertung des Ehrenmals
· Integration von Minigolfspielbereichen

 
 


Geplante Maßnahme Schwanenteich mit Lichtkunst Autobahnbrücke
· Gestaltung Platz am Schwanenteich
· Platzgestaltung als Aufenthaltsort mit Teichzugang
· Entwicklung Sichtachse auf illuminierte Autobahnbrücke

 
 


Ufertyp 4: Wilde Aue
Die naturnahe Aue nimmt flussabwärts die Biotop-Funktion auf, die innerstädtisch wenig passend ist. Sie bietet attraktive (Wander-)Wegeverbindungen mit Möglichkeiten, Flora und Fauna der extensiv bewirtschafteten Ahraue zu erleben. Der Weg der Sinne, der im Lennépark beginnt, führt in die Wilde Aue hinein.

Übergeordnete Planung: Beleuchtete Ahrachse
Die öffentlichen Räume und die zur Ahr führenden Straßen und Wege sollen auch abends und nachts eine bessere Orientierung ermöglichen. Sowohl Leuchtmittel als auch Art und Weise der Wegeausleuchtung sollen den Anforderungen der Verkehrssicherheit genügen. Gleichzeitig soll die Beleuchtung entlang der Ahrachse sukzessive auf einen modernen, energiesparenden Standard umgestellt werden. Das Konzept soll auch Bereiche definieren, an denen Dunkelheit als Qualität erfahren werden kann. Ein Schwerpunkt bei der Realisierung des Lichtkonzepts soll im Ufertyp „Urbane Promenade“ liegen. Akzentuiert wird die Grundbeleuchtung durch inszenierte Lichtpunkte. Diese in Szene gesetzten Orte sind beispielsweise Landschaftselemente, Vegetation, Aufenthaltsorte oder Brücken. Alle im Plan gezeigten Maßnahmen und Erlebnisperlen kommen für die lichttechnische Inszenierung in Frage. Darüber hinaus werden Elemente der offenen, umgebenden Landschaft, so zum Beispiel der Neuenahrer Berg und die Landskrone in das Lichtkonzept eingebunden. Aktionen, wie Lichterfeste und temporäre Events, z.B. wie die Uferlichter, sollen weiterentwickelt und auf den Bereich der „Urbanen Promenade“ ausgeweitet werden.

Geplante Maßnahmen zum Thema Licht:
· Ausarbeitung eines Lichtkonzepts
· Konzept für energiesparende Grundbeleuchtung
· Entwurf inszenierter Lichtpunkte
· Entwicklung von Lichtevents

Mental Wellness und Neue Bad Neuenahrer Küche
Die Energiethemen „Neue Bad Neuenahrer Küche“ und „Mental Wellness“, die ebenfalls Bestandteile des Masterplans sind, sind federführend bei der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr mit ihren Partnern angesiedelt. Herr Prof. Dr. Kreuter, Stellvertretender Vorstand der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr, erläuterte den Arbeitsstand der entsprechenden Arbeitsgruppen:

- Psycho-mentale Probleme zählen zu den wichtigsten Ursachen für Krankschreibungen und Fehltage

- Damit sind sie gesundheits- und wirtschaftspolitisch relevant

- Jüngere Prognosen deuten darauf, dass sie in wenigen Jahren die Morbiditätsskala anführen werden.

- Die Aktiengesellschaft Bad Neuenahr verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in der Prävention und Gesundheitsförderung

- Eine Intensivierung der Bemühungen um „Mental Wellness“ ist daher konsequent

- Die Aktiengesellschaft Bad Neuenahr sieht es als ihre besondere Aufgabe an

· neue Strukturen für das Thema „Mental Wellness“ zu schaffen,

· Kooperationspartner für die Aufgabe zu gewinnen,

· attraktive Angebote zur Stärkung der Medical Wellness bereitzustellen

- Problematisch ist die Tatsache, dass mentale Probleme einerseits ständig zunehmen, andererseits in der Bevölkerung als solche nur unzureichend erkannt werden.

- Das heißt, der Mensch leidet unter dem Problem „Mentales Ungleichgewicht“, verdrängt aber die Ursachen.

- Dies bedeutet, dass die Zielbevölkerung für das Problem sensibilisiert werden muss.

- Längerfristiges Ziel ist es, Bad Neuenahr-Ahrweiler zu einem „Zentrum für Mentale Wellness“ weiterzuentwickeln ( in Rheinland-Pfalz).

- Bisherige Angebote zur „Mentalen Wellness“ sollen ausgebaut, neue im Kontext eines innovativen Gesamtkonzeptes hinzugefügt werden.

- Das Kooperationsangebot richtet sich an alle Einrichtungen und Personen, die direkt oder indirekt mit „Mental Wellness“ zu tun haben.

- Ärzte, Krankenhäuser, andere Gesundheitsberufe, Psychologen, Hotellerie/ Gastronomie, Tourismus, Verbände, Betriebe

- Einstieg: Konsensuskonferenz am 05.05.2010

Neue Bad Neuenahrer Küche

- Auf Basis neuer ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse wird dem Gast vermittelt, wie er
sich optimal ernährt.

- Die Bad Neuenahrer Gastronomie ist eingeladen, entsprechende Speisenangebote auf Basis der Logi-Methode (Low Glycemic and Insulinemic), entwickelt durch den Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm, zu erarbeiten.

- Gespräche mit den Tourismus Organisationen, Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie Ahr-Rhein Eifel Tourismus & Service GmbH, haben stattgefunden, um nach Ansatzpunkten zu suchen, die Gastronomen in Bad Neuenahr anzusprechen.

- Daneben wird versucht, ausgesuchte Spitzenköche in das noch auszuarbeitende Konzept einzubinden.

- z.Zt. bestehen Kontakte mit dem Logi Experten, Herrn Dr. Nicolai Worm. Mit diesem wird im Mai ein weiteres Gespräch in Bad Neuenahr stattfinden.

Nach dieser umfangreichen Darstellung der bislang entwickelten Planungsideen folgte eine Diskussion der anwesenden Bürger, Politiker und Fachleute. Das „Feuerwerk der Ideen“ kam durchweg gut an und die Ausstattung der unterschiedlichen Ufertypen mit Wassertreppen, Liegewiesen, Aussichtsplätzen sowie die Vorschläge zur Illumination wurden sehr positiv bewertet.

Interessant für alle Beteiligten war vor allem das Ergebnis einer von Stein + Schultz erdachten Punktebewertung für die einzelnen Schwerpunkte der Planung. Dabei stellte sich ganz eindeutig heraus, dass nach Auffassung der anwesenden Bürger und Fachleute das „Wassererlebnis“ entlang der Ahr favorisiert werden sollte.

Der zwischenzeitlich aus den umfangreichen Ideensammlungen entwickelte Entwurf des Masterplans wurde am 18.05.2010 in einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, des Planungsausschusses und des Landschaftspflegeausschusses vorgestellt.

In weiteren Planungsschritten soll der Masterplan nun seinen Feinschliff erhalten und nach abschließender Beschlussfassung des Stadtrats im Herbst dem Ministerium vorgelegt werden.

Wir werden den interessierten Leser fortlaufend über den Planungsstand informieren.